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Ein Patient mit einem Herzschrittmacher

Ein „Herz wie eine Glocke“ zu haben, ist der Wunsch eines jeden von uns. Leider hat sich herausgestellt, dass sich nur wenige Senioren über ein gesundes Herz freuen dürfen. Im Alter kommt es immer häufiger zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Eine Herzerkrankung ist nicht gleichbedeutend mit einem Todesurteil.  Mittlerweile ist die Medizin so weit fortgeschritten, dass die Ärzte imstande sind, ein krankes Herz wieder voll funktionsfähig zu machen. Und dies dank eines kleinen Schrittmachers, der bereits von mehr als 100.000 Personen alleine in Polen verwendet wird.

Was ist ein Herzschrittmacher?

Der Fachausdruck lautet Schrittmacher oder Herzschrittmacher. Hierbei handelt es sich um ein kleines Gerät, dessen Aufgabe es ist, das Herz mit elektrischen Impulsen zu stimulieren. Dieser Schrittmacher wird im Bedarfsfall eingesetzt und hält etwa 7 bis 15 Jahre – so lange wie die Batterie eines Herzschrittmachers. Nach diesem Zeitraum muss das Gerät ausgetauscht werden. Solch ein Schrittmacher unterstützt das Schlagen des menschlichen Herzens mit Hilfe von elektrischen Impulsen. Sobald der Schrittmacher das Ausbleiben des Herzschlages registriert, beginnt er zu reagieren. Platziert wird das Gerät direkt im inneren des Körpers. Dabei wird unter örtlicher Betäubung unter dem linken Schlüsselbein der Schrittmacher implantiert und die Elektroden über Venen in das Herz eingeführt.

Welche Bedeutung hat ein grünes Armband?

Natürlich sieht man einem Patienten mit Herzschrittmacher nicht an, dass er diesen implantiert bekommen hat, deshalb sollte er im Notfall darauf hinweisen. Falls Reanimationsmaßnahmen nötig sind, muss das Notfallteam vorher Bescheid wissen, denn sonst werden vielleicht Elektroden eines Defibrillators falsch angelegt. Deshalb tragen Patienten mit Herzschrittmacher ein besonderes grünes Armband mit der Aufschrift „Ich habe einen Herzschrittmacher“ und in Notsituationen kann richtig reagiert werden.

Erste Hilfe im Falle eines Herzschrittmachers

Nun stellt sich die Frage: Wie kann ich einer Person mit einem Herzschrittmacher Erste Hilfe leisten? Als erstes sollte man natürlich Kontakt unter der Nummer 112 aufnehmen und den Notfall melden. Als nächstes sollte man, falls nötig, mit den Reanimationsmaßnahmen beginnen. Haben Sie keine Angst eine Herzmassage vorzunehmen – der Herzschrittmacher wird dadurch nicht beschädigt. Es ist wichtig einen Defibrillator (AED) zu verwenden – man muss aber sicherstellen, dass man die Elektroden nicht dort anlegt, wo sich der Herzschrittmacher befindet.  

Ist der Patient durch einen Herzschrittmacher eingeschränkt?

Ein Herzschrittmacher ist eine lebensrettende Erfindung für viele Patienten. Man muss sich aber bewusst machen, womit ein Patient mit einem Herzschrittmacher rechnen muss. Wichtig sind vor allem folgende Aspekte:

  • Regelmäßige Besuche beim Kardiologen (alle 6 – 12 Monate);
  • Unbedingt einen Ausweis mit der Information eines Herzschrittmachers bei sich tragen;
  • Vor ärztlichen Untersuchungen über den Herzschrittmacher informieren;
  • Am Flughafen sollte man unbedingt über den Besitz eines Herzschrittmachers informieren;
  • Körperliche Aktivität meiden, die zu Verletzungen führen können;
  • Gewitter meiden.

Sollte man auf ein Telefon verzichten?

Oft geht man davon aus, dass Personen mit Herzschrittmacher vielen Einschränkungen unterliegen würden und an alltäglichen Dingen nicht teilhaben könnten. Das ist zum Glück nicht der Fall. Das Ziel der Implantation ist es doch, ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen. Natürlich dürfen Sie Ihr Mobiltelefon nutzen, nur tragen Sie es nicht direkt über dem Herzen. Schrittmacher sind gegen Magnetfelder abgesichert, Sie sollten trotzdem Abstand halten – bei elektrischen Zahnbürsten werden  Dazu gehört die Nutzung eines Mobiltelefons – man darf es, nur sollte man das Telefon nicht  cm empfohlen, bei Induktionsherden sind es 60 cm.

Was ist das sogenannte Schrittmacher-Syndrom?

Nehmen wir Wikipedia zu Hilfe: „Das Schrittmachersyndrom ist eine Bezeichnung für einen – durch einen Herzschrittmacher im VVI-Modus verursachten – unnatürlichen Herzrhythmus, der zu Herzklopfen, Schwindel und Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit führen kann.“

Falls bei dem Patienten mit Schrittmacher diese Symptome auftreten, sollten Sie sofort den Notarzt rufen.

Fazit

Beim Einsetzen eines Herzschrittmachers spielt das Alter keine Rolle, selbst bei hochbetagten Personen kann dieser noch gesetzt werden. Die Pflege eines solchen Patienten unterscheidet sich dabei nicht von der Betreuung einer jüngeren Person.

Ein Herzschrittmacher kann zu mehr Lebensqualität und höherer Lebenserwartung führen, wenn man ein paar einfache Dinge beachtet. Vergessen Sie nicht das spezielle Armband zu tragen, welches auf den Herzschrittmacher hinweist, dann können Sie selbst mit Herzschrittmacher ein relativ normales Leben führen.

  

 

 

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