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Der deutsche Äquivalent für polnische Medikamente

Deutschland ist in der Europäischen Union eines der Länder mit dem besten Zugang zu Medikamenten und mit den meisten Apotheken. Die Anzahl an Apotheken ist im Verhältnis zur Anzahl der Bevölkerung das Land mit der höchsten Abdeckung.

Apotheken sind in Deutschland leicht zu erkennen, da sie meist mit einem großen Buchstaben A (von dem deutschen Wort Apotheke) gekennzeichnet sind. Jeder ist versichert (teils in Pflichtversicherung, teils als Privatpatienten), somit gibt es ungehinderten Zugang zu den benötigten Medikamenten, oder den Preisen für diese. Nur nicht verschreibungspflichtige Medikamente (die in Deutschland weniger häufig angeboten werden, als in Polen) werden nicht erstattet. Diese kann man auch in Drogerien oder Supermärkten erhalten.

In Deutschland gelten für Apotheken strenge gesetzliche Auflagen, deshalb ist der Servicestandard sehr hoch. Oft erhält man in Apotheken umfangreiche Aufklärung über Medikamente, natürlich auch in Englisch, manchmal auch in polnischer Sprache.  Online-Apotheken bieten grundsätzlich mehrere Sprachauswahlmenüs an, damit man sich dort genauestens informieren kann. Polnischsprachige Bürger haben natürlich hier eine kostengünstigere Möglichkeit ihre Medikamente einzukaufen, dies kann selbst für Einkäufer aus Polen direkt vorteilhaft sein, da die Medikamente hier oft günstiger erhältlich sind.

„Bitte einmal Cholinex

Diese Anfrage wird höchstwahrscheinlich in einer deutschen Apotheke nicht verstanden. Ein Teil der Medikamente jenseits der Oder hat zwar dieselben Bezeichnungen, jedoch haben die meisten Medikamente unterschiedliche Namen in Deutschland und Polen. In Deutschland gibt es kein „Gripex” oder „Polopiryna”, deshalb ist es ratsam sich vor dem Einkauf mit der deutschen Bezeichnung vertraut zu machen. Diese Bezeichnungen sind im Internet leicht nachzuschlagen und abzugleichen.

Dabei müssen die Bestimmungen über die Herausgabe von verschreibungspflichtigen Medikamenten sehr sorgfältig eingehalten werden. Diese Vorschriften können nicht umgangen werden, sodass ein großer Teil der Medikamente nur durch vom Arzt ausgestellte Rezepte ausgegeben werden dürfen. Auch bei Online-Apotheken ist ein Rezept nötig, um verschreibungspflichtige Medikamente zu erhalten.

Am besten legt man sich eine Liste der benötigten Medikamente in deutscher und polnischer Bezeichnung an. In Deutschland heißen rezeptfreie Schmerzmittel oder rezeptfreie Schmerztabletten „leki przeciwbólowe bez recepty“. Medikamente gegen Grippe und Erkältung heißen „rezeptfreie Medikamente für Erkältung und Grippe (grippaler Infekt)“. Hier eine Liste der beliebtesten Medikamente und ihren deutschen Entsprechungen:

  • „Pyralgina” – „Novalgin”, „Analgin”
  • „Nurofen”, „Ibuprom” – „Ibu Ratiopharm”, „Nurofen”, „IbuHEXAL”, Aktren forte”
  • „Aspiryna”, „Paracetamol” – „Aspirin”, „Paracetamol”
  • „Coldrex”, „Gripex” – „Contac Erkältungs-Trunk”, „Grippostad Heißgetränk”
  • na katar i zatkany nos – znany w Polsce „Xylometazolin”
  • na bóle gardła - „Nolaid Lutschtabletten”

 

In erster Linie zählt der gesunde Menschenverstand...

Die richtigen deutschen Medikamentennamen sind eine Sache, die richtige Dosierung eine andere, denn hier gibt es länderspezifische Unterschiede in der Zusammensetzung der Medikamente. Deshalb sollte man sich vor dem Kauf und der Einnahme des Medikaments absichern, was die Dosierung betrifft. Zum Glück sind diese Informationen, auch für diejenigen nicht deutsch sprechen, leicht zugänglich. Erste Ansprechpartner sollten die Apothekenmitarbeiter sein, wenn man Glück hat findet man sogar eine Apotheke mit einem polnischen Besitzer oder polnischen Mitarbeitern. Aber auch im Internet findet man viele Informationen zu den Medikamenten. Auf jeden Fall sollte man dieses Thema nicht vernachlässigen, sonst ist mit negativen Folgen der falsch dosierten Einnahme der Medikamente zu rechnen.

...eine gute Vorbereitung und Organisation ist nicht weniger wichtig

Bei mangelnden Deutschkenntnissen ist es ratsam sich eine Liste der wichtigsten pharmakologischen Wörter und der deutschen Medikamentenbezeichnungen anzulegen und diese beim Gang zur Apotheke vorzuzeigen. Der Apothekenmitarbeiter wird sich bemühen, Ihnen das entsprechende Medikament auszuhändigen. Somit bestehen kaum mehr Risiken der Verwechslung und Sie können sich mit den richtigen Medikamenten auf einen eventuellen Notfall vorbereiten.

 

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