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Der Senior nach einer Beinamputation

Das fortgeschrittene Alter ist eine Möglichkeit, dass der Körper von unterschiedlichen Krankheiten angegriffen wird. Die Immunität der Senioren ist um einiges geringer, sodass selbst harmlose Infektionen für einen älteren Menschen gefährlich sein können.

Manche Erkrankungen können im Alter zu ernsthaften Komplikationen führen, wozu unter anderem auch eine Beinamputation gehört. Wie pflegt man einen Senior, dem ein Bein amputiert wurde? Es ist keine leichte Aufgabe, jedoch machbar.

Welche Krankheiten können zu einer Amputation der Gliedmaßen führen?

Eine Amputation wird durch Ischämie der Extremitäten verursacht. Und dies können viele Erkrankungen verursachen. Dazu führen vor allem: 

  • Atherosklerose;
  • Diabetes;
  • Verletzungen durch Unfälle.

Die Hautaufgabe bei einer Amputation ist, dass der Chirurg daran denkt, während einer Amputation des Beines – unabhängig davon ob es sich um den Unterschenkel oder Fuß handelt, eine entsprechende Unterstützung zu erzeugen. Es geht darum, dass der Stumpf mit der Prothese eine richtige Stütze für den Körper sein wird.

Die Reaktion eines Seniors auf eine Amputation

Jeder, unabhängig vom Alter, hat ein Problem damit, die Amputation eines Gliedmaßes zu akzeptieren. Psychologen beschreiben aufeinanderfolgende Phasen der Bewältigung dieses Umstandes. Es wäre gut, dass die Pflegerin, dessen Senior sich in genau solch einer Situation befindet, weiß, um was für Phasen es sich handelt, da sie so den Senior entsprechend unterstützen kann. Sie sollte sich dessen bewusst sein, dass diese in folgender Reihenfolge auftreten:

  • Schockphase – diese tritt unmittelbar nach der Operation auf, wenn der Patient bemerkt, dass das Glied tatsächlich amputiert wurde, sich aber dessen nicht bewusst ist;
  • Phase, in der man auf eine gesundheitliche Besserung wartet – der Patient denkt irrational und glaubt, dass die Probleme mit dem amputierten Glied bald enden werden und dass man vielleicht noch etwas damit tun kann;
  • Die Phase der Klage – dies ist der schlimmste Moment, da mit aller Brutalität klar wird, dass das Bein wirklich amputiert wurde.

In all diesen Phasen ist die psychologische Unterstützung besonders wichtig. In Wirklichkeit ist es sehr schwer in solch einer Phase wieder zu sich zu kommen. Vor allem die Hilfe von der nahestehenden Familie und Freunden ist besonders wichtig. Nicht selten ist es auch die Pflegerin, der es gelungen ist sich mit dem Senior vertraut zu machen und ein Fels in dieser schwierigen Situation ist.  

Wenn der Senior nach Hause kommt

In der Zeit, in welcher sich der Senior noch im Krankenhaus befindet, sollte die Pflegerin dafür sorgen, dass zu Hause alles für die Ankunft des Seniors vorbereitet wird. Die Rede ist hier nicht nur von Aufräumarbeiten, sondern vor allem von der Anpassung der Räumlichkeiten an die Behinderung des Seniors. Man muss berücksichtigen, dass sich der Senior zunächst in einem Rollstuhl fortbewegen wird, wodurch es zu Schwierigkeiten bei der Arbeit in der häuslichen Umgebung kommen kann. Damit sich der Senior nach seiner Rückkehr nicht unwohl fühlt, sollte vor seiner Ankunft alles vorbereitet sein. Natürlich liegt die finanzielle Verantwortung für die Veränderungen im Haus bei der Familie des Patienten. Die Pflegerin sollte signalisieren, dass diese oder andere Lösungen nur das Leben des Seniors erleichtern.

Wie kümmert man sich um den Stumpf?

Unmittelbar nach der Operation sollte der Stumpf verhärtet werden, um so schnell wie möglich eine Prothese anzupassen. Bevor es jedoch dazu kommt, muss der Stumpf entsprechend geformt werden. In diesem Fall erteilt der behandelnde Arzt alle nötigen Informationen. Im Allgemeinen wird der Stumpf mit breiten Bandagen verbunden oder sogar spezielle Tragebänder angelegt. Die Pflegerin sollte dem Senior auch dabei helfen, den Stumpf an Druck zu gewöhnen, was bei der Auswahl einer Prothese notwendig sein wird.  Die Rede ist davon, dass man die Überreste des Glieds nach einer Amputation anfangs mit etwas Weichem wie z. B. einer Matratze oder Kissen drückt und ab und zu auch mit etwas härteren Materialien. Wenn es um die Pflege geht, so bieten sich Feuchtigkeitstücher für Säuglinge an. Mit denen sollte die Wunde morgens und abends abgewischt werden. Diese Tätigkeit gehört von nun an zu den grundlegenden Pflegemaßnahmen des Seniors. Es ist auch wichtig, dass man den Zuckergehalt bei der Ernährung einschränkt. Warum? Da ein Übermaß an Zucker den Heilungsprozess der Wunde nicht fördert.

Der Weg von der Amputation bis hin zur Prothese kann bis zu einem Jahr dauern – so lange dauert es, dass sich der Stumpf an seine neue Rolle gewöhnt. In diesem Zeitraum sollte die Pflegerin vor allem bei den alltäglichen Dingen behilflich sein und zwar so, dass der Senior weiterhin etwas mit geringer Unterstützung selber macht. Es wird auch sehr wichtig sein, dass man die ältere Person geistig fit hält. Es ist wichtig, dass man ihr zeigt, dass trotz der körperlichen Einschränkung das Leben weiter geht und interessant sein kann.

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