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Betreutes Wohnen: Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen, welche werden übernommen?

Betreutes Wohnen im Alter bietet den Komfort einer vollwertigen, barrierefreien Wohnung in Kombination mit professioneller Betreuung. Der Wunsch vieler Senioren nach einer eigenen Wohnung mit persönlicher Freiheit sollte unterstützt und gefördert werden, wenn eine Betreuung sichergestellt werden kann.

Betreutes Wohnen bietet Senioren, die trotz ihres Alters noch selbstständig und weitestgehend unabhängig sein möchten, fachgerechte Hilfe bei Bedarf direkt vor Ort.

Leider gibt es keine einheitlichen Standards, wie das betreute Wohnen grundsätzlich auszusehen hat. Deshalb sind zwischen den verschiedenen Wohnanlagen und Pflegeangeboten in Deutschland große Qualitäts- und Preisunterschiede. Außerdem ist betreutes Wohnen in großen Städten, wie München oder Hamburg wesentlich teurer als beispielsweise in den ländlichen Regionen.

 

*Kosten für betreutes Wohnen in Deutschland**

Die Kosten für das Leben in einer betreuten Wohnung können von Anlage zu Anlage stark differieren, eine Wohnung kann beispielsweise gemietet oder gekauft werden. Dabei richtet sich der Kauf- oder Mietpreis nach Wohnmodell, Lage, dem örtlichen Wohnungsmarkt sowie möglichen Zusatzleistungen. In der Regel liegen die Preise über dem ortsüblichen Niveau eines vergleichbaren Appartements. Empfehlenswert ist es, den örtlichen Mietspiegel einzusehen und etwa 20 % Zusatzkosten einzukalkulieren. Die Miete und eine Betreuungspauschale tragen die Bewohner im betreuten Wohnen selbst. Zum Mietpreis hinzu sollte man noch ein einmaliges Wohndarlehen von ca. 4.000 Euro hinzurechnen, denn dieses wird bei vielen Einrichtungen verlangt.

Preise für Objekte variieren stark nach Ausstattung und Größe, sowie beispielsweise der Nähe zu einem Park, einer zentralen Lage, oder der Region innerhalb Deutschlands, in der das Objekt liegt.  

Je nach Leistungspaket fallen beim betreuten Wohnen unterschiedliche Kosten an und - auch wie bei einer normalen Wohnung - sind Miete und Betriebskosten zu tragen. Beispielsweise muss man in Braunschweig für ein Appartement – pro qm - 52 Euro bezahlen.  Für ein Appartement von 50 qm sollte man deshalb mindestens 500 Euro Kaltmiete einplanen. Nebenkosten, wie zum Beispiel Strom und Wasser an sind natürlich auch zu tragen.

Zu Grundleistungen beim betreuten Wohnen zählen beispielsweise der Bereitschaftsdienst der Haustechnik, 24-Stunden-Notruf-Systeme, oder die Betreuungsleistungen durch eine Fachkraft. Diese Grundversorgung fällt je nach Wohnanlage unterschiedlich aus. Oft werden auch Beratung, Information und Vermittlung von Service-Leistungen für Senioren angeboten. Ein ambulanter Pflegedienst, Wohnungsreinigung, Versorgung mit Mahlzeiten, usw. sind in den Grundkosten nicht enthalten. Die Senioren entscheiden dann selbst, welche Zusatzleistungen sie in Anspruch nehmen möchten.

Beim Kauf einer Wohnung sollte man ca. 10% - 11% zusätzliche Kosten einkalkulieren, die für Grunderwerbsteuer, Notar und Makler anfallen. In Aachen, zum Beispiel, kostet eine 60 qm Eigentumswohnung zwischen 2.500 Euro bis 3.000 Euro pro qm. In Dortmund jedoch kostet eine 50 qm Eigentumswohnung schon 2.700 Euro bis 3.200 Euro pro qm. Das ist natürlich abhängig von Lage und Region.

 

*Wer zahlt die Kosten beim betreuten Wohnen **

Miete bzw. Kaufpreis sind in der Regel von den Betroffenen selbst zu tragen, ebenso wie besondere Zusatzleistungen wie z.B. die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst.
Im Falle einer Pflegebedürftigkeit kann die Pflegeversicherung einen Teil der Kosten übernehmen. Hier werden meist die üblichen Sätze je nach Pflegegrad des Patienten gezahlt. Wenn man einen bereits anerkannten Pflegegrad hat, übernimmt die Pflegekasse die Kosten für ambulante Pflege und Leistungen, wie etwa den Hausnotruf, oder Maßnahmen zur Wohnraumanpassung.
 

*Wie findet man das ideale betreutes Wohnen**

Genau wie bei Pflegeheimen gibt es auch beim betreuten Wohnen eine Checkliste, was dabei beachten sollte.  Zuerst sollte geklärt werden, ob die Wohnung ausreichend groß ist, ob es einen Aufzug und einen Balkon gibt und ob das gesamte Haus barrierefrei und behindertengerecht gestaltet ist. Die Infrastruktur um das Objekt ist natürlich wichtig: gibt es einen Friseur oder Lebensmittelmarkt in der Nähe und wie ist die Busanbindung, um mobil bleiben zu können? Wichtig sind die im Mietpreis enthaltenen Leistungen und die Möglichkeit der Zubuchung von Zusatzangeboten. Wie gut ist der Ausbildungsstandard des Pflegepersonals, ist eine Pflegekraft dauerhaft vor Ort, damit im Notfall für schnelle Hilfe gesorgt werden kann? Außerdem sollte man das Freizeitangebot der Anlage prüfen, damit ausreichende Beschäftigung und Unterhaltung gewährleistet werden kann.  

*Kosten für betreutes Wohnen in Polen **

Eine kostengünstigere Variante stellt das betreute Wohnen in Polen dar, welches seit einiger Zeit angeboten wird und als Alternative zum klassischen Altenheim gilt. Genau wie in Deutschland können hier Senioren, die noch nicht komplett auf eine 24-Stunden-Pflege angewiesen sind, selbstbestimmt ihren Alltag genießen und bekommen genau dort Unterstützung, wo sie gerade gebraucht wird. Sicherheit bietet auch hier gut ausgebildetes Pflegepersonal, welches jederzeit zur Verfügung steht und im Notfall sofort unterstützt.

Die polnischen Anlagen sind barrierefrei und behindertengerecht, sie verfügen oft über luxuriöse und moderne Ausstattung, wie Schwimmbäder, Fitnessstudios, Cafés oder großzügige Außenanlagen. Man kann die Wohnungen direkt in Polen mieten. Die Kosten für betreutes Wohnen liegen durchschnittlich bei 800 Euro im Monat (Kaltmiete). Diese beinhaltet die Miete, Müllentsorgung, WLAN und TV. Wenn man ein Apartment zu zweit übernimmt (bei einem Ehepaar zum Beispiel), liegen die Kosten dann nur noch bei ca. 400 Euro pro Person. Nebenkosten, wie Strom, Wasser, Heizung kosten monatlich 50 Euro und sind von den Senioren auch hier zusätzlich zu tragen. Weitere Leistungen, wie Verpflegung, Wohnungsreinigung, Wäscheservice, ambulanter Pflegedienst usw. können die Senioren dazu buchen. Die Wohnungen können nach eigenem Geschmack und Gusto eingerichtet werden, aber es gibt sie auch auf Wunsch voll möbliert. Selbst Haustiere sind in einigen Häusern erlaubt. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit haben die Senioren Anspruch auf die Zahlung des Pflegegeldes von der Pflegekasse, je nach Höhe des Pflegegrades. 

Sylwia Witkowska

Carefinder Sp. zo. o.
Spezialist-Kundenbetreuung
Mobil:  0048 503 102 559

 

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