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Elternunterhalt im Pflegeheim: Wann müssen Kinder für ihre Eltern zahlen?

Deutsche Bevölkerung wird immer älter, weil die Menschen länger leben, gleichzeitig werden auch immer weniger Kinder geboren.

Im Zusammenhang mit der Alterung der Gesellschaft steigt stärker als bisher vorausgesagt die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland. Es wird geschätzt, dass im Jahr 2060 rund 4,52 Millionen Menschen gepflegt werden und auf fremde Hilfe angewiesen werden.  Die Untersuchung zeigt, dass 73% aller Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt werden – die meisten von ihnen durch Angehörige. Und nun erhält der Großteil davon das Pflegegeld, das sind etwa 1,25 Millionen Menschen in Deutschland. Über 600.000 Pflegebedürftige, die in Privathaushalten leben, erhalten dagegen die Unterstützung ambulanter Pflegedienste. Da immer mehr ältere Menschen pflegebedürftig werden, gewinnen auch stationäre Pflegeeinrichtungen an Bedeutung. Fast 30% aller Pflegebedürftigen werden eben vollstationär in den Heimen versorgt. Platz in einem Pflegeheim benötigen insbesondere Senioren, die aufgrund ihrer fortgeschrittenen Pflegebedürftigkeit fachgerechte Hilfe und Betreuung benötigen.  Und jeder Versicherte, der in Deutschland einen anerkannten Pflegegrad hat, hat Anspruch auf Pflegeleistungen für die Pflege in einer stationären Einrichtung wie in einem Pflegeheim. Die gesetzliche Pflegeversicherung bietet den Pflegebedürftigen jedoch nur einen Teilkasko-Schutz, die Leistungen variieren nämlich zwischen € 125,00 bis € 2005,00 im Monat - je nach Pflegebedürftigkeit des Patienten. Pflegeheimbewohner müssen sich nicht nur an den Pflegekosten beteiligen, sondern zahlen zudem die Unterbringung und Verpflegung aus eigener Tasche.  Reicht das Geld von der Pflegeversicherung und die Rente der Senioren nicht aus um die Heimkosten zu decken, müssen auch Angehörige mitzahlen.

 

*Elternunterhalt im Pflegeheim**

Pflege in Deutschland ist teuer geworden und immer mehr Pflegebedürftige können sich einen Platz im Altenpflegeheim nicht leisten. Für einen Heimplatz mit umfassender Betreuung kommen beinahe  € 6.000,00 im Monat. Die deutsche Durchschnittsrente liegt aber für deutsche Männer bei durchschnittlich € 1.000,00 bis € 1.150,00, je nach Bundesland. Frauen bekommen noch weniger, halb so viel. Reichen die eigene Rente und das Geld von der Pflegeversicherung nicht aus um ein Heim zu bezahlen, werden oft Kinder zur  Kasse gebeten. Dies bedeutet, dass beim Sozialamt, bevor es Sozialhilfe leistet, geklärt wird, ob nahestehende Personen unterhaltspflichtig gegenüber den Leistungsberechtigten sind. Dies regelt der sogenannte “Elternunterhalt” nach §§ 1601 ff BGB. Wichtig ist jedoch, dass bei den Kindern eigenes Lebensunterhalt nicht gefährdet wird und dass sie aus ihrem Einkommen oder Vermögen finanziell leistungsfähig genug sind.     

Eltern und Kinder sind gesetzlich verpflichtet, einander auszuhelfen, wenn das Geld fehlt. Und auch bevor Eltern vor ihren Kindern Unterhalt verlangen, müssen sie zunächst ihre eigenen finanziellen Mittel ausgeschöpft haben, zum Beispiel, ihr Einkommen, eventuell auch Vermögen einsetzen. Natürlich werden Kinder nur dann herangezogen, wenn sie finanziell selbst in der Lage sind, Unterhaltszahlungen zu leisten. Auch ihre Immobilie, beispielsweise Eigentumswohnung wird in dem Fall nicht berücksichtigt, wenn diejenigen darin selbst wohnen. Unterhaltsschuldner dürfen doch kein Dach über dem Kopf verlieren.

Nur, derjenige, der  über ein gutes Einkommen verfügt, muss etwas abgeben. Darüber hinaus ist der Selbstbehalt des Kindes vom Einzelfall zu Einzelfall abhängig. Laut Bundesgerichtshof bestimmt unter anderem die Lebensstellung des unterhaltspflichtigen Kindes, die Höhe der Unterhaltszahlung.

Es stellt sich jedoch oft heraus, dass viele unterhaltspflichtige Kinder zu viel Geld aus der eigenen Tasche für den Unterhalt ihrer pflegebedürftigen Eltern zahlen müssen. Pflegeheime in Deutschland sind viel zu teuer. Die enorme Diskrepanz zwischen dem Geld von der Pflegeversicherung und der eigenen Rente zwingt immer mehr Familienangehörige nach günstigeren Alternativen in benachbarten Ländern in Osteuropa, beispielsweise in Polen, zu suchen.

 

*Immer mehr Rentner lassen sich in Osteuropa, etwa in Polen, pflegen**

Wer sich die Pflegekosten in Deutschland nicht mehr leisten kann, oder will, wandert ab. Viele suchen nach günstigen Alternativen. Vor allem Pflegeheime in Osteuropa, zum Beispiel in Polen, stehen zur Zeit hoch im Kurs. Sie bieten den deutschen Pflegebedürftigen günstigere Preise in vollstationären Pflegeeinrichtungen an. Platz in einem Pflegeheim in Polen kostet die Hälfte dessen, was man in Deutschland bezahlen müsste. Überdies zeichnen sich die polnischen Heime durch einen hohen Standard an Komfort und Qualität aus. Sie bieten zudem den deutschen Senioren professionelle Pflege durch deutschsprachiges Pflegepersonal. Auch viel mehre Leistungen als in Deutschland sind in den Kosten der polnischen Altenpflegeheime enthalten. Sie bieten den Heimbewohnern einen Standard, von dem viele in Deutschland sonst nur träumen könnten: Einzelzimmer, Vollverpflegung, alle Pflegeleistungen – für gerade einmal € 1.600,00 monatlich.

Ist ein Pflegegrad des Patienten vorhanden, können die Pflegekosten in einem polnischen Pflegeheim auch mit den deutschen Pflegekassen abgerechnet werden. So haben deutsche Pflegebedürftige, die sich für ein Heim in Polen entscheiden, Anspruch auf die Zahlung des Pflegegeldes von der Pflegeversicherung, je nach Höhe des Pflegegrades bis € 901,00 im Monat. Nach Abzug des Pflegegeldes ist der Eigenanteil noch niedriger. So lohnt es sich und Angehörige müssen sich an den Kosten nicht mehr beteiligen. In Kombination mit dem Pflegegeld können sich die deutschen Senioren einen Pflegeplatz in Polen locker leisten.

Sylwia Witkowska

Carefinder Sp. zo. o.
Spezialist-Kundenbetreuung
Mobil:  0048 503 102 559

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