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Pflegeheim-Besichtigung – wie sieht das aus, was soll man wissen?

Pflegefall kann jeden von uns treffen. Plötzlich ein Unfall oder eine tückische Erkrankung und schon ist man auf fremde Hilfe angewiesen. Niemand wünscht sich bestimmt irgendwann mal pflegebedürftig zu werden, doch das Schicksal entscheidet oft anders.

Wenn der Pflegefall schon eintritt stellt sich für die meisten Angehörigen die schwierige Frage, wie diese Pflege aussehen soll? Kann der Pflegebedürftiger zu Hause gepflegt oder in ambulanter Pflege versorgt werden oder ist ein Pflegeheim oder eine ähnliche stationäre Pflegeform eine sinnvolle Option? Viele Angehörige fühlen sich leider nicht in der Lage, die mentalen Herausforderungen zu meistern, welche die Pflege der Pflegebedürftigen zu Hause von ihnen abverlangt. Dennoch ziehen sie die vollstationäre Pflege in einem Pflegeheim in Betracht. In mehreren Pflegefällen ist auch keine andere Art von Betreuung wohl möglich, insbesondere wenn der Pflegebedürftige eine intensive Rund-um-die-Uhr-Pflege und Betreuung benötigt und zu Hause nicht versorgt werden kann.

Die Wahl eines passenden Pflegeheimes ist aber nicht einfach und bei der Entscheidung muss man sich genug Zeit nehmen. Einerseits muss es ein Heimplatz sein, der bezahlbar ist, andererseits ist es natürlich auch wichtig, dass sich der Senior darin wohl fühlt. Man soll einen Ort aufsuchen, an dem sein pflegebedürftiger Angehöriger richtige Unterstützung und fachgerechte Pflege erhält, und gleichzeitig eine nette Atmosphäre sowie sympathische Heimbewohner und Pfleger in dem Heim hat. Auf der Suche nach einem geeigneten Pflegeheim ist es deshalb sinnvoll, einige Pflegeeinrichtungen vorab zu besichtigen und dabei auf einige Dinge zu achten. Nur mit eigenen Augen kann man überprüfen, ob das bestimmte Heim das Versprochene tatsächlich anbietet. Natürlich kann man sich auf einen Pflegeheimbesuch vorbereiten. Hilfreich werden dabei die Checklisten, mit Hilfe deren geklärt wird, welche Voraussetzungen das Pflegeheim erfüllen sollte, wo man die wichtigsten Fragen und Merkmale von einem Heim kennzeichnen kann. Ist es beispielsweise möglich, ein Einzelzimmer zu bekommen oder bietet das Heim ausreichende Freizeitaktivitäten an? All diesen Fragen kann man dann vor Ort stellen.

 

*Tipps zur Besichtigung eines Pflegeheims**

• Man soll vor allem auf die Lage eines Altenheimes achten. Wichtig ist, ob sich das Heim  in der Innenstadt, am Randgebiet oder eher im ländlichen Bereich befindet. Zu beachten ist auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr und ob zentrale Einrichtungen, wie Apotheken, Supermärkte, Bank, Arztpraxis oder sogar Friseur, schnell zu Fuß erreichbar sind.

• Beim Besuch in einem Heim sollte man sich durch die Einrichtung führen lassen. Sofort kann man dann merken, ob man sich willkommen fühlt. Man kann auch prüfen, wie die Atmosphäre ist und ob die Einrichtung freundlich auf den Besucher wirkt, wie riecht es dort und wie die Stimmung ist.  Dabei merkt man relativ schnell, ob das Pflegeheim wohnlich und gemütlich wirkt (gibt es Pflanzen, Bilder, Helligkeit, Gemütlichkeit? ) oder ob es eher an die Atmosphäre eines Krankenhauses erinnert.

• Man soll beim Besuch auch dabei achten, wie das Personal mit den Heimbewohnern umgeht. Außerdem ist zu beachten, ob die Bewohner gepflegt und ordentlich gekleidet sind sowie ob das Pflegepersonal respektvoll und engagiert ist.

• Interessierte sollten sich die Programme für Kultur- und Freizeitaktivitäten zeigen lassen und eventuell prüfen, ob in dem Heim schmackhafte Mahlzeiten angeboten werden, ob Zwischenmahlzeiten und vegetarische Kost angeboten und eventuell ob  Sonderwünsche bei der Ernährung berücksichtigt werden. Wenn möglich sollte gefragt werden, ob man eine Probe-Mahlzeit einnehmen darf. Diese Beobachtungen sind eigentlich besonders wichtig. Wir können uns außerdem davon überzeugen, ob irgendwelche Aktivitäten in der Einrichtung vorgenommen werden, um die Bewohner zu engagieren. Es ist wichtig, zu zusehen, dass die Bewohner nicht in ihren Zimmern bleiben, sondern an verschiedenen Beschäftigungstherapien teilnehmen.

• Natürlich ist zu prüfen, ob Serviceleistungen, wie Friseur oder Fußpflege direkt in dem Heim angeboten werden oder sich eventuell in der Nähe befinden.

• Lassen Sie sich alle Räumlichkeiten mit den Ausstattungsgegenständen so genau wie möglich zeigen. Achten Sie darauf, ob die Räume einen sauberen und gepflegten Eindruck machen. Sind die Räume und freien Fläche barrierefrei und behindertengerecht? Befinden sich für die Heimbewohner Orientierungshilfen im Haus (Hinweisschilder, verschiedenfarbige Gestaltung der Flure oder Stockwerke)? Sehr wichtig ist auch die Sicherheit der Bewohner. Man soll darauf aufmerksam sein, ob in jedem Zimmer eine Notrufanlage vorhanden ist um schnell mit dem Personal in Kontakt zu treten. Außerdem sollte auf dem Zimmer ein Telefon, Fernseher- und Internetanschluss vorhanden sein. Die Anlage muss funktionieren und zu jedem Zeitpunkt zugänglich sein. Wichtig ist außerdem, dass Aufzüge zu höheren Stockwerken vorhanden sind sowie Parkplätze vor der Pflegeeinrichtung, sodass Angehörige ihre pflegebedürftigen Eltern oder Ehegatten  problemlos mit dem Auto besuchen können.

• Sinnvoll wäre mit den Heimbewohnern zu sprechen, beobachten, ob sie in dem Heim zufrieden und glücklich sind. Bei dieser Gelegenheit kann man auch mit den Pflegerinnen und mit der Leitung des Heimes sprechen. Auch die Besichtigung der nächsten Umgebung hilft, die Entscheidung zu treffen. Wenn der Bewohner imstande ist, Spaziergänge zu machen, muss er auch die Möglichkeit dazu heben.

Wenn Sie mehrere Heime besucht haben, wäre es hilfreich, sich Notizen über jeden Besuch zu erstellen. Auch Fotos würden dabei helfen. Auf diese Weise können Sie sich dann in Ruhe setzen und alles ganz genau analysieren.

Carefinder Sp. zo. o.
Spezialist-Kundenbetreuung
Mobil:  0048 503 102 559

 

 

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