solidcare24-pflegevermittlung.de

Altenpflegeheim oder Pflege zu Hause?

Idealerweise erleben unsere Lieben ihre letzten Tage in einem guten gesundheitlichem Zustand und wir müssen nie vor dem Dilemma: Altenpflegeheim oder Pflege zu Hause stehen. Das Leben mag es uns in schwierige Situationen zu versetzen und die Chance, dass wir die Pflege unserer Lieben jemand anderem auferlegen ist sehr groß.

Es ist wichtig, dass wir bei der Wahl der Pflegemöglichkeiten vor allem die Interessen des Seniors berücksichtigen, da diese am wichtigsten sind.

Wenn unsere Lieben nicht mehr imstande sind selbstständig zu funktionieren und wir Angst über ihre Sicherheit haben und wir unsere Lieben leider nicht bei uns aufnehmen können, werden wir vor eine schwierige aber sehr wichtige Situation gestellt: Wie sichere ich meinem Familienmitglied die beste Pflege zu? Man kann es auf zwei verschiedene Varianten lösen: ein Altenpflegeheim oder die Pflege zu Hause.

Altenpflegeheim...?

Altenpflegeheime können sowohl privat als auch öffentlich organisiert sein. Ältere Menschen, die sich dort aufhalten, werden oft in Dutzend gezählt. Öffentliche Pflegeheime sind in der Regel zahlreicher als private. Solche Einrichtungen müssen eine Reihe von Anforderungen in Bezug auf die Lebensbedingungen, Anzahl an Personal und Qualifikationen erfüllen. Private Einrichtungen erfreuen sich einem größeren Interesse. Die dort herrschenden Bedingungen sind besser, da das Personal dort besser bezahlt wird (dies hat Einfluss auf die Motivation des Arbeitnehmers), auch das Unterhaltungsangebot ist um einiges grösser. Dies ist vor allem auf die bessere finanzielle Situation solcher Einrichtungen zurückzuführen.

Der Vorteil von Pflegeheimen ist das Miteinander mit anderen Menschen und der Aufbau von neuen Beziehungen. Lange Gespräche, gemeinsame Aktivitäten (z. B. Kunsttherapie – Malen, Zeichnen oder Spiele mit Origami oder Gesang) oder das Fernsehen in der Gruppe wirkt sich positiv auf das Selbstwertgefühl älterer Menschen aus, die vor allem im Alter häufig an Einsamkeit oder sogar Depressionen leiden. Solch ein Aufenthalt in Pflegeheimen endet nicht selten mit einer neu entdeckten Liebe oder dem Schließen von Freundschaften.

Die Situation ist natürlich nicht immer „rosig”, da die Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen Pflege mit vielen Herausforderungen verbunden ist. Fakt ist, dass eine Vielzahl an Patienten die Zusammenarbeit mit dem Personal erschwert. Das fehlende Engagement am Zusammenleben im Pflegeheim, Apathie, Bosheit gegenüber anderen oder sogar Depressionen sind ein weit verbreitetes Phänomen, wodurch viele Altenpflegeheime keinen guten Ruf in der Öffentlichkeit haben. Negative Benotungen sind vielleicht zu hart, jedoch ist die Tatsache einen Senior in ein Pflegeheim zu bringen eine sehr schwierige Entscheidung, die nicht immer gut sein muss. Zum Glück gibt es noch Alternativen, wenn man Angst vor Problemen hat, die in den Medien weit verbreitet sind, kann man eine andere Alternative wählen, die für den Senior weniger drastisch ist.  

… oder vielleicht doch die Pflege zu Hause?

Diese Form der Pflege findet sowohl bei den Senioren als auch dessen Familie immer mehr Anerkennung. Man muss dabei bedenken, dass ältere Menschen Veränderungen nur sehr schwer vertragen. Je älter wir sind, desto mehr binden wir uns an unsere Umgebung, an unser Bett, unsere Möbel, Nachbarn oder Geschäfte in unserer Nähe. Jede Kleinigkeit ist für uns wichtig; einfache Figuren oder Bilder werden mit viel Emotionalität verbunden und nicht immer besteht die Möglichkeit all diese Dinge mit ins Pflegeheim zu nehmen. Deswegen endet das Versetzen eines älteren Menschen in ein Pflegeheim oftmals mit Depressionen oder in manchen Fällen zum schnellen Tod. Ältere Menschen, die in ein Pflegeheim gesteckt werden fühlen sich nutzlos und verstoßen. Besuche von Kindern oder Enkelkindern sind in Pflegeheimen schwieriger und für beide Seiten beschämend. Wir alle bevorzugen es unsere Lieben an für uns (und ihnen) gut bekannten Orten zu besuchen. Der Tee schmeckt bei Oma sowohl uns als auch Oma besser. Selbst das beste organisierte Altenpflegeheim hat keine Chance mit dem geliebten Sessel und der Wärme unserer umgebenden Familie.

Die Pflege zu Hause kann auch gut oder sogar besser als die in Pflegeheimen sein. Viel Aufmerksamkeit sollte man bei der Wahl einer entsprechenden Pflegerin widmen. Jedoch sollte die Suche einer kompetenten Person für unseren Lieben kein Problem darstellen. Kurse oder sogar Studiengänge auf diesem Gebiet sind in unserem Land immer mehr zugänglich und polnische Pflegerinnen findet immer öfters Anerkennung im Ausland. Auch Zuhause kann man für den Senior Aktivitäten organisieren und das wichtigste dabei ist, dass in diesem Fall eine Pflegerin für eine Person zuständig ist, was in einem Pflegeheim leider unmöglich ist. Der Effekt ist ähnlich wie bei der Bildung der jüngsten – größere Aufmerksamkeit auf die Bedürfnisse der älteren Person, eine bessere Anpassung der notwendigen Tätigkeiten, was sich wieder auf die Zufriedenheit unserer pflegebedürftigen Person auswirkt. In solchen Situationen fällt es uns auch leichter für die Sicherheit unserer Lieben zu sorgen; im Falle von plötzlich auftretenden gesundheitlichen Problemen der Pflegerin, müssen sie sich um nichts anderes kümmern, als für eine schnelle und professionelle Hilfe zu sorgen.

Die Wahl der richtigen Pflege ist keine einfache Entscheidung. Man muss einige Faktoren berücksichtigen, unter anderem der gesundheitliche Zustand des Seniors (sowohl körperlich wie auch psychisch). Es wäre gut, wenn bei einem Gespräch mit dem Kandidaten oder einem Besuch im Pflegeheim unser Elternteil, Großmutter oder Großvater anwesend sind. Man sollte auch die Meinung des Interessenten anhören und ihre oder seine Vorschläge berücksichtigen. Es soll vor allem das Leben erleichtern und nicht komplizierter machen. Unabhängig davon, für welche Variante Sie sich entscheiden, sollten Sie genügend Zeit einplanen, um ihren Lieben darüber in Kenntnis zu setzen und dass die Entscheidung jemand anderem die Pflege anzuvertrauen nicht auf Gleichgültigkeit basiert und auch nicht der einfachere Weg ist, sondern ein Ausdruck der Sorge. Dies kann keine einfache Aufgabe sein, aber immerhin haben wir es mit Personen zu tun, denen wir sehr viel verdanken und die ein fröhliches und würdiges Alter verdient haben.  

Ähnliche Artikel

Die Pflege von blinden Menschen

Die Sehkraft gehört zu den Sinnen eines Menschen. Eine Dysfunktion in diesem Bereich stellt viele Schwierigkeiten für eine blinde Person dar. Dank der technologischen und medizinischen Fortschritte versucht man diese Probleme zu mildern.

Mehr lesen

Unbezahlbare Pflege in Deutschland und billigere Alternative im europäischen Ausland

Die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland belief sich Ende 2015 auf rund 2,86 Millionen Menschen. Laut Schätzungen könnte diese Zahl bis Jahr 2030 auf ca. 3,4 Millionen ansteigen.

Mehr lesen