solidcare24-pflegevermittlung.de

Sucht unter Senioren

Der Lebensabend – so wird das Alter bezeichnet. Theoretisch hat der Senior dann Zeit, seinen Leidenschaften nachzugehen, nahe und ferne Bekannte zu besuchen, sich um seine Gesundheit zu kümmern.

Wie sieht es in der Praxis aus? Nun, es ist nicht immer so bunt. Wie sich herausstellt, erleben Senioren nicht immer ein ruhiges Alter. Und die Rede ist hier nicht nur von der körperlichen Verfassung oder gesundheitlichen Problemen, die sich aus dem Alter ergeben. Mehr Verwüstung wird häufiger durch den Verstand der älteren Person verursacht, die den Ablauf der Zeit nicht akzeptieren kann. Und anstatt sich über das jetzt zu freuen, verfallen ältere Personen oftmals in Depressionen und greifen noch häufiger nach Stimulanzien. Wie sich herausstellt, sind Drogen, Medikamente und Alkohol häufige Ursachen einer Abhängigkeit bei älteren Personen auf der ganzen Welt. Eine Abhängigkeit, die langsam zum Tod führt. Und das Schlimmste daran ist, dass Ihre Symptome oft falsch gedeutet werden und aufgrund ihres Alters auf typische Alterskrankheiten zurückgeführt werden.

 

Warum verfallen Senioren in eine Sucht?

Es ist immer schwierig, auf solch eine Frage zu antworten, ohne dabei zu berücksichtigen ob es sich um eine junge oder ältere Person handelt. Jedoch liegt das Problem immer in der menschlichen Psyche. Senioren, die bisher beruflich aktiv waren, fühlen sich auf einmal aufs Abstellgleis gestellt. Sie haben das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden, die Familie hat keine Zeit für sie, Freunde verlassen allmählich diese Welt. Ein solcher Blick auf die Welt macht keinen positiven Eindruck und so überrascht es nicht, dass sie sich dazu entschließen das Leben im Alter um ein oder zwei Gläser Schnaps zu verschönern. Jedoch fängt es leider so an. Ein Gläschen nach dem Mittag, ein Bierchen zum Abendbrot – und langsam verfallen sie unmerklich in einen Alkoholismus. Viele Menschen verbinden solch eine Sucht mit Obdachlosen und vernachlässigten Menschen. Jedoch ist dies nicht immer so. Sicher werden wir in der unmittelbaren Umgebung mehr als eine Person finden, die ein Alkoholproblem hat, obwohl auf den ersten Blick nichts zu sehen ist. Wenn es um eine Medikamentenabhängigkeit geht, ist die Situation hier noch einfacher. Ältere Menschen klagen über verschiedene Schmerzen. Der leitende Arzt versteht dies und verschreibt entsprechende Medikamente um den Schmerz zu lindern. Der Senior fühlt sich besser und er verbindet die Verbesserung seines Zustandes mit der Aufnahme von Tabletten. Und so beginnt der Teufelskreis, der in einer Abhängigkeit endet. Und dies müssen keine starken Medikamente sein – oft werden ältere Menschen sogar süchtig nach rezeptfreien Schmerzmitteln.

Es gibt auch Situationen, in denen Senioren versuchen, die Zeit auf eine bestimmte Art zurück zu drehen – zurück in die jungen Jahre, wo sie von Party zu Party gezogen sind. Und schon haben wir einen weiteren Grund dafür, warum man schnell in eine Sucht verfallen kann. 

 

 

Eine zu späte Diagnose

Das größte Problem liegt darin, dass ältere Menschen allgemein mit einer schwachen Gesundheit in Verbindung gebracht werden. Wenn also jemand Probleme beim Sehen beobachtet und Probleme hat das Gleichgewicht zu halten, dann wird man es zunächst nicht mit den Symptomen einer Sucht assoziieren, sondern einer Alterskrankheit zuordnen. Und dies ist nicht verwunderlich, da es die Menschen  immer noch nicht erreicht, dass auch Senioren in eine Sucht verfallen können. Andererseits werden ältere Menschen oftmals alleine gelassen, was die Entwicklung einer Sucht fördert. Jedoch fällt die niemandem auf, da sie ihren Großvater und Großmutter nur selten besuchen. Jedoch sollte man in solchen Situationen schnellstmöglich reagieren.

 

Der Senior benötigt Unterstützung

Selbst wenn der Senior sagt, dass er keine Hilfe braucht, so möchte er allerdings, dass sich jemand für ihn interessiert, mit ihm spricht und ihm etwas Zeit widmet. Deswegen wird eine Pflegerin für eine ältere Person so geschätzt. Solch eine Person, die viel Zeit mit dem Senior verbringt, ist imstande beunruhigende Symptome zu bemerken und diese der Familie zu melden. Nur was als nächstes tun? Wie sollte man auf die Sucht einer älteren Person reagieren? Vor allem darf man nicht aggressiv reagieren. Man darf auf keinen Fall schreien, erpressen oder jemanden beschimpfen. Ältere Menschen haben ihren eigenen Verstand und man darf sie nicht wie kleine Kinder behandeln und ihnen etwas verbietet und mit einer Strafe drohen. In solch einer Situation, in der wir vermuten, dass der Senior ein Alkohol- oder Medikamentenproblem hat, sollte man ruhig mit ihm reden. Finden Sie heraus, was das Problem ist und versuchen Sie es zumindest herauszufinden. Es ist verständlich, dass es um einen Besuch beim Spezialisten nicht drum rum kommt, da es sehr schwierig ist selbst aus der Sucht zu gelangen. Glücklicherweise gibt es Suchttherapien, die älteren Menschen helfen können – unter der Voraussetzung, dass der Senior sich darauf einigt. In diesem Fall spielt die Familie eine sehr wichtige Rolle. Denn es ist die Familie, die den Senior beeinflussen kann und ihn davon überzeugen kann, den Kampf gegen die Sucht aufzunehmen. Dies ist keine einfache Aufgabe, aber es ist nicht unmöglich.

 

Wie vermeidet man eine Sucht?

Alles ist für die Menschen, jedoch darf man nicht von einem Extrem ins andere verfallen. Wenn wir jedoch einen älteren Menschen in unserer Familie haben, sollten wir ihr mehr Zeit widmen. Im alltäglichen Leben vergessen wir dies oft, da uns die Zeit dafür fehlt. Jedoch sollten wir diese Zeit finden oder jemanden einstellen, der ab und zu nach dem Senior schaut. Dadurch können wir sicher gehen, dass sich jemand um sie/ihn kümmert und bei beunruhigenden Symptomen können wir rechtzeitig reagieren. Dies kann sogar das Leben unserer nahstehenden Person retten, denn man muss nicht erwähnen, dass eine Verharmlosung der Sucht mit dem Tod enden kann.

Ähnliche Artikel

Pflegerin und die familiären Probleme des Senioren

Wenn man sich um eine ältere Person kümmert, da steigt man in die Beziehungen, die in seiner Familie herrschen. Solche Kontakte sind leider nicht immer richtig, und aus diesem Grund können wir Zeuge den Situationen werden, die problematisch sein könnten und können auch zur Taktlosigkeit hervorrufen. Wie kann man sich in den komplizierten

Mehr lesen

Im Alter nach Polen – private Pflegeheime in Polen für deutsche Senioren

Die Zahl der deutschen Senioren, die sich im Alter für ein Pflegeheim in Polen entscheiden, steigt. Die Ursachen dafür sind vor allem die günstigeren Preise sowie komfortable Wohnbedingungen, die private moderne Pflegeeinrichtungen den Senioren anbieten.

Mehr lesen