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Ungesunde Essgewohnheiten bei älteren Menschen

Die Ernährungsweise hat - neben dem Lebensstil, früheren Erkrankungen und körperlicher Aktivität - einen Einfluss auf den Alterungsprozess.

 

Die Folgeschäden ungesunder Ernährung kann man nicht rückgängig machen, trotzdem kann eine Änderung der Essgewohnheiten die Lebensqualität entscheidend beeinflussen. Erwiesenermaßen steuert die Ernährung direkt das körperliche und geistige Wohlbefinden und kann im Kampf gegen Krankheiten helfen.

Die Ernährung von Senioren sollte auf die körperlichen Veränderungen abgestimmt sein, ungesunde Essgewohnheiten abzulegen ist allerdings schwer. Der langsamere Stoffwechsel und der geringere Energieverbrauch bei älteren Menschen, führt bei nicht abgestimmter Ernährung, zu Übergewicht und der Entwicklung ernährungsbedingter Krankheiten und beeinflusst somit das Wohlbefinden.

Ein geringerer Kalorienbedarf ist ein Zeichen für den natürlichen Alterungsprozess des Menschen. Es verändert sich dabei die Darmmobilität, der Magen-Darm-Trakt, das Nervensystem und durch Gewebemetabolismus (mit Freisetzung von Anabolismus Prozessen und erhöhtem Proteinkatabolismus) kann dies durchaus das Durst- und Sättigungsgefühl des Seniors beeinflussen.

Die Ernährung von Senioren – wie sollte sie NICHT aussehen?

Zucker und Süßigkeiten sollten ganz weggelassen werden. Ältere Menschen haben eine niedrigere Glukosetoleranz und Zucker liefert, abgesehen von Kalorien und Aromen, keinen Nährwert für den Körper.  

Das gleiche gilt für Nahrungsmittel, die reich an Salz, Natrium, Fett und Cholesterin sind. Zucker wird nicht ohne Grund als „stiller Mörder“ bezeichnet. Eine übermäßige Salzaufnahme führt beispielsweise zu Problemen mit dem Herz und dem Blutdruck.

Darüber hinaus sollte man auch auf fettes Fleisch und Aufschnitt verzichten, die leider zu oft eine feste Position im Menü eines Seniors einnehmen. Sie enthalten große Mengen von schlechtem Cholesterin, dass sich in den Venen ansammelt und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen kann.  

Wichtig hierbei ist die Anzahl und Art der Mahlzeiten. Eine hohe Qualität und ausreichende Häufigkeit des Essens müssen gewährleistet sein. Leider gibt es viele Senioren, die zwischen den Mahlzeiten ungesunde Snacks konsumieren oder einfach das Essen vergessen und dadurch ernährungsbedingte Mangelerscheinungen bekommen. Regelmäßiges Essen und damit gesunde Mahlzeiten zu sich zu nehmen ist für den Senior sehr wichtig.

 

 

DIE ERNÄHRUNG EINES SENIORS – wie sollte sie idealerweise aussehen?

 

Es gibt keine allgemeingültigen Ernährungstipps, da Senioren leider viele unterschiedliche Gesundheitsprobleme haben können und man auf diese gezielt eingehen muss. Allerdings kann man einige praktische Tipps beherzigen, die unabhängig vom Gesundheitszustand hilfreich für den Senior sein können:

  • Passen Sie den Nährstoffanteil dem Energieverbrauch (mageres Fleisch konsumieren, Fisch, Magermilchprodukte, Vollkornprodukte – wenn es keine Kontraindikatoren gibt);  

  • Verwenden Sie Margarine mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, um zum Beispiel Brote zu bestreichen, für Salate und zum Braten sollten Sie hochwertige Pflanzenöle einsetzen;

  • Vermeiden Sie frittierte und schwer verdauliche Gerichte (Bigos, Pilze);

  • Vermeiden Sie übermäßige Mahlzeiten;

  • Verwenden Sie viel Obst und Gemüse;

  • Reduzieren Sie Salz und Zucker auf ein Minimum;

  • Achten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten (4 – 5 täglich);

  • Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (mindestens 2 Liter täglich);

  • Vermeiden Sie Alkohol;

  • Sorgen Sie dafür, dass der Senior Freude am Essen hat;

 

Beachten Sie, dass diese Empfehlungen abhängig des gesundheitlichen Zustands, der Fitness und der Vorlieben des Seniors angewendet werden sollen. Sie sollen die Gewöhnung an qualitativ ausgewogene und regelmäßige Nahrungsaufnahme erleichtern und keine zusätzliche Belastung darstellen.

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