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Ernährungsweise im Falle von Eisenmangel

Ältere Menschen gehören zu der Gruppe von Menschen, die insbesondere dem Mangel an Nährstoffen ausgesetzt sind. Zahnmangel und Parodontitis verursachen Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme und reduzieren dessen Vielfalt.

Die physiologischen Veränderungen, die während dieser Periode im Verdauungstrakt stattfinden, erschweren die Verdauung und Absorption vieler Nährstoffe und ein schlechteres Geschmacksempfinden und Geruch sorgen zudem dafür, dass der Senior weniger Nahrung aufnimmt. Einsamkeit, soziale Isolation, eine schlechte finanzielle Lage sind weitere Gründe, die die schlechte Ernährung von Senioren begünstigen. Die Unfähigkeit sich selbst etwas zu kaufen oder Mahlzeiten zuzubereiten haben auch einen Einfluss auf eine geringere Nahrungsaufnahme. Aufgrund von signifikanten Mängeln kommt es bei Personen über 65 Jahren oft zu Krankheiten im Verdauungstrakt und die Aufnahme von Nährstoffen ist einschränkt, zu diesen Erkrankungen gehören: gastroösophagealen Refluxkrankheit, funktionelle Dyspepsie, Parodontitis, chronische Gastritis oder Krebs. Das Risiko eines Vitamin- und Mineralstoffmangels wird durch die eingenommenen Arzneimittel erhöht, die die Geschmacks- und Geruchsempfindlichkeit beeinträchtigen und den Appetit reduzieren. Darüber hinaus können einige von ihnen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfungen, Anorexie, oder einfach Appetitlosigkeit verursachen. Bei älteren Menschen kommt es am häufigsten zu einem Mangel von Calcium, Vitamin D, C, und E, b-Vitamine (insbesondere B12 und Folsäure) und Eisen.

 

Ursachen von Eisenmangel

Eisen gehört zu den Mineralien mit geringer Absorption im Magen-Darm-Trakt. Der Hauptgrund für dessen Mangel bei älteren Personen, ist der niedrige Konsum, der sich aus einer Ernährung mit wenig Fleisch und grünem Gemüse ergibt. Die indirekten Ursachen für einen Mangel dieses Elements können chronische Infektionen und Blutverlust während eines chirurgischen Eingriffs sein. Andere Faktoren, die einen Eisenmangel begünstigen, sind die lange Aufnahme von Medikamenten mit neutralisierender Salzsäure im Magen und einer gestörten Eisenresorption, sowie chronische atrophische Gastritis, die häufig bei älteren Menschen auftritt (z. B.  im Verlauf einer Helicobacter-pylori-Infektion). Die Folgen sind Anämie, Schwächung des Immunsystems und häufiges Auftreten von Infektionen und Hirnfunktionsstörungen, die mit einem schlechteren Denken, Konzentrationsproblemen, Assoziationen sowie mit Problemen der Aufmerksamkeit verbunden sind.

 

Was kann man tun, um dies zu verhindern? 

Die Antwort ist einfach. Man sollte dafür sorgen, dass sich in der Nahrung des Seniors Produkte befinden, die reich an Eisen sind, das gut aufgenommen wird. Hämeisen wird am besten absorbiert, also Eisen aus tierischen Produkten. Man findet sie vor allem in rotem Fleisch, Innereien, hauptsächlich in der Leber, sowie Eigelb und Meeresfrüchten (Muscheln, Garnelen, Austern, Muscheln). Im Gegensatz ist Nicht-Hämeisen in pflanzlichen Produkten vorhanden, dieses wird schlechter aufgenommen ist aber auch wertvoll. In dieser Form tritt Eisen hauptsächlich in Vollkornprodukten (Mehl, Vollkornbrot, Grütze, Weizenkleie, Reiskleie, Weizenkeime), grünem Gemüse (Spinat, Petersilie, Sauerampfer, Schnittlauch, Grünkohl, Brokkoli), Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen, Soja) sowie in Mangold, Rote Beete oder Petersilie auf.

 

Die Bioverfügbarkeit von Eisen

Die Bioverfügbarkeit hängt von Eisen hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel hat Vitamin C eine wohltuende Wirkung, weil es seine Absorption erhöht, weshalb es sich lohnt diese mit Produkten, die reich an Eisen sind, zu kombinieren, zu diesen gehören: Zitrusfrüchte, rote Paprika, Petersilie, Tomaten, Brokkoli, schwarze Johannesbeere, Aronia, Erdbeere. Andererseits gibt es Verbindungen wie Phosphate, welche die Absorption von Eisen hemmen, diese werden oft als Konservierungsmittel für Nahrungsmittel verwendet und befinden sich auch in Kaffee, Tee oder Kakao – Tanninen. Seine Absorption wird auch durch das Vorhandensein von Getreideprodukten aus der Vollvermahlung von Phytat oder Oxalaten in Sauerampfer, Rote Beete, Rhabarber, Spinat und einigen Medikamenten gehemmt. Vollkornbrot ist eine gute Quelle für dieses Element, vorausgesetzt, es wächst auf natürliche Weise, was mit der Verteilung von Phytat als Ergebnis einer langen Fermentation zusammenhängt. Denken Sie daran, dass man zu den Mahlzeiten keinen Kaffee oder Tee trinken sollte, da dies die Aufnahme von Eisen aus den Lebensmitteln verringert. Wichtig ist auch, dass bei der Aufnahme von eisenreichen Lebensmitteln darauf geachtet wird, dass diese nicht mit Produkten reich an Kalzium kombiniert werden (hauptsächlich Milch und Milchprodukte), da Kalzium wiederrum die Eisenaufnahme verringern kann.

 

Ergänzungsmittel

Ein wichtiger Aspekt bei einer Mangelernährung sind Ergänzungsmittel. An dieser Stelle ist es erwähnenswert, dass der Mangel an Spurenelementen und Vitaminen am besten durch einen angemessenen Gehalt in der täglichen Ernährung ergänzt werden sollte, indem man gesunde Lebensmittelprodukte zu sich nimmt. In einigen Situationen sollte man zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, jedoch sollte man diese nicht missbrauchen und nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Eine übermäßige Zufuhr von Eisen kann gesundheitsschädlich sein und z. B. zu schweren Verstopfungen führen.   

 

Bei der Behandlung von Personen, bei denen eine Eisenmangelanämie diagnostiziert wurde, werden zweiwertige Eisenpräparate verwendet. Die Dosis hängt vom Alter und Gewicht ab.  Das Produkt sollte morgens, ca. 1 Stunde vor der ersten Mahlzeit eingenommen werden, da die Absorption von Eisen bei vollem Magen um die Hälfte abnimmt. 

LITERATURVERZEICHNIS: Szcześniak P, Szuczkiewicz J, Michalak Ł, Orszulak-Michalak D. Żywienie i suplementacja diety w wieku podeszłym. Mirosław Jarosz „Praktyczny podręcznik dietetyki”, IŻŻ, Warszawa 2010

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