Selbstverständlich hat die Pflegerin Anspruch auf entsprechende Freizeit. Bei der Pflege oft unerwartete Situationen auf, die gemeistert werden müssen. Eine davon ist, dass sich der Zustand des Seniors jederzeit verschlechtern kann und er ins Krankenhaus eingeliefert werden muss.
Worauf muss man sich vorbereiten?
Wenn man sich für die Arbeit als Pflegerin von älteren Personen entscheidet, muss man damit rechnen, dass sich der gesundheitliche Zustand der pflegebedürftigen Person verschlechtern kann. Unter anderem gehört die Begleitung des Senioren zu Arztbesuchen meist zu den Aufgaben der Pflegerin, ein Krankenhausaufenthalt des Pflegenden kann jedoch problematisch sein. Eventuell entscheiden die Angehörigen, dass die Pflegerin für die Dauer des Krankenhausaufenthaltes nicht benötigt und daher nicht vergütet wird. Deshalb empfiehlt es sich, sich über eine zertifizierte Pflegeeinrichtung vermitteln zu lassen, da im Arbeitsvertrag genau geregelt ist, wie verfahren wird, wenn die oben beschriebene Situation eintreten sollte.
Es besteht eine wöchentliche, bzw. 14-tägige Kündigungsfrist und die Pflegerin wird in diesem Zeitraum noch entsprechend bezahlt.
Falls also die pflegebedürftige Person ins Krankenhaus eingeliefert wird, ist es nicht zulässig, wenn die Angehörigen die Pflegerin sofort von ihren Aufgaben entbinden und hinauswerfen. Wenn unser Senior also ins Krankenhaus muss, darf man nicht einfach hinausgeworfen werden, da der Vermerk im Arbeitsvertrag eindeutig ist. Sollte es zu der Situation kommen, dass sich die Familie des Seniors nicht an die Vorschriften halten will, muss die Vermittlungsagentur der Pflegerin eingreifen. Wenn sich der Krankenhausaufenthalt des Seniors verlängert, ist es möglich, dass man zu einem anderen Senior versetzt wird.
Die Pflege im Krankenhaus
In den meisten Fällen ist es allerdings so, dass die Familie des Seniors die Pflegerin darum bittet, während des Krankenhausaufenthaltes des Seniors weiterhin ihre Arbeit auszuführen. Natürlich verändert sich der Aufgabenbereich, da sich der Senior nicht zu Hause befindet. In solch einer Situation kann die Familie vielleicht verlangen, dass man dem Patienten in der Klinik einen Besuch abstattet, vom Arzt erlaubte Lebensmittel und frische Wäsche vorbeibringt, oder beim Haare waschen oder anderen hygienischen Maßnahmen behilflich ist. Oft steht im Vordergrund, dem Senior Gesellschaft zu leisten, wenn die Person bei Bewusstsein ist. Wenn sich ältere Personen im Krankenhaus befinden, nimmt der Stresspegel häufig zu, was sich wiederrum negativ auf den Körper auswirken kann. Deswegen ist es so wichtig, dass der Senior eine vertraute Person an seiner Seite hat, die ihm dabei hilft, sich an die veränderte Umgebung zu gewöhnen.
Was nimmt man mit ins Krankenhaus?
Zuerst sollte man sich nach dem gesundheitlichen Zustand des Seniors erkundigen. Das Recht sieht vor, dass solche Informationen nur an die Familienmitglieder preisgegeben werden. Wenn nötig, kann die Familie des Seniors der Pflegerin eine Vollmacht aushändigen, damit man entsprechende Auskünfte bekommt. Wenn der Senior sich im Klinikum befindet, sollte die Pflegerin wissen, welche Dokumente für die Visite notwendig sind. Zu den wichtigsten gehören:
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Personalausweis;
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die gesamte Krankenakte des Seniors;
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Produkte für die Körperpflege;
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Kleidung;
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Brille, Hörgerät – falls der Senior diese benötigt.
Welche Mahlzeiten kann man mit ins Krankenhaus nehmen?
Auch in diesem Fall hängt alles vom gesundheitlichen Zustand des Seniors ab. Mit Sicherheit sollte man keine Produkte mitbringen, die vorher nicht mit dem Arzt besprochen wurden, da der Senior vielleicht einen speziellen Ernährungsplan bekommen hat. Mit diesen Informationen können Sie dem Senior Mahlzeiten zubereiten, die er vielleicht lieber isst als die Krankenhausmahlzeiten.
Wie bereitet man sich auf die Rückkehr des Seniors aus dem Krankenhaus vor?
Eine der Haupteigenschaften einer guten Pflegerin sollte ihre Organisationsfähigkeit sein. Deswegen sollte man alle Hausarbeiten während des Krankenhausaufenthaltes des Seniors erledigen, da es nach der Rückkehr an Zeit mangeln kann. Eventuell benötigt der Senior nach seiner Rückkehr ein spezielles Bett, Geräte, eine Gehhilfe oder andere Hilfsmittel im Bad. Diese Informationen sollten den Angehörigen mitgeteilt werden, damit alles bis zur Rückkehr des Patienten aus dem Krankenhaus geregelt ist. Während des Krankenhausaufenthaltes sollte alles getan werden, dass sich der Senior im Krankenhaus nicht unwohl fühlt – vielleicht bringt man ihm einen liebgewonnenen persönlichen Gegenstand von zuhause mit. Aber in erster Linie wird sich der Patient über Anteilnahme und Gesellschaft freuen. Bestimmt weiß der Patient dies zu schätzen und fühlt sich in der ungewohnten Situation wohler.