Womit haben wir es zu tun
Um eine Feind bekämpfen zu können, müssen wir ihn erst einmal kennenlernen. Nicht anders sieht es im Falle eines Schlaganfalls aus. Jeder von uns kennt das Wort Schlaganfall und hat schon davon gehört. Was bedeutet das genau? Was ist ein Schlaganfall? Aus wissenschaftlicher Sicht ist es eine Störung in der Hirndurchblutung, die durch Ischämie in einem bestimmten Bereich des Gehirns oder durch Hirnblutungen verursacht wird. In dem ersten Fall handelt es sich um eine ischämischen Schlaganfall, der auf 85% aller Fälle zutrifft. Der zweite Typ ist ein hämorrhagischer Schlaganfall. Dieser kann durch Überlastungen hervorgerufen werden. Für den Laien bringen die obigen Erklärungen nicht viel. Deswegen ist es viel wichtiger, dass weniger die Definition, sondern die Symptome für einen Schlaganfall kennt, die ein Alarmsignal sein sollten.
Gründe zur Besorgnis
Bei Senioren ist der sogenannte stille Schlaganfall, der sich durch kleinste Hirnblutungen kennzeichnet, ein sehr häufiges Vorkommen. Dies zieht sich über einen längeren Zeitraum und kann ernste Folgen wie Demenz, Depressionen oder zu einem fortgeschrittenen Schlaganfall führen. Diesen kann man an folgenden Symptomen erkennen:
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Schwäche oder Taubheit in einer Körperhälfte;
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Sehstörungen;
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Sprachstörungen;
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Kopfschmerzen und Schwindel;
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Übelkeit.
Es ist wichtig zu wissen, dass wenn die Hilfe zu spät eintrifft, die aufgetretenen Störungen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Dauer bleiben. Ob unser Senior Opfer eines Schlaganfalls ist, können Sie mit Hilfe eines Selbsttests feststellen. Wenn dieser positiv ausfällt, ist die sofortige Hilfe eines Arztes nötig. Es reicht aus, dass man den Senior darum bittet drei einfache Aufgaben auszuführen.
Als erstes: er soll lachen – wenn er dies nur mit einem Mundwinkel macht, besteht der Verdacht eines Schlaganfalls.
Zweitens: er soll gleichzeitig beide Hände auf den Kopf legen – wenn er damit Probleme hat, kann es sein, dass es zu einem Schlaganfall gekommen ist.
Drittens: Er soll einen einfachen Satz wiederholen. Wenn die Person nicht imstande ist diesen Satz zu wiederholen, sollte man so schnell wie möglich den Notarzt rufen.
Senioren als Risikogruppe
Ältere Personen sind aufgrund ihres schwächeren gesundheitlichen Zustands einer Reihe von Erkrankungen ausgesetzt. Die dritthäufigste Todesursache bei Senioren ist ein Schlaganfall. Das Risiko wird ungleich höher bei Personen, die: eine Herz-Rhythmus-Störung haben;
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an Bluthochdruck leiden;
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Blutgerinnungsstörungen haben;
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mit erhöhtem Cholesterin Triglyceride kämpfen;
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an Diabetes leiden.
Schützen Sie die pflegebedürftige Person vor einem Schlaganfall
Die Folgen eines Schlaganfalls können eine dauerhafte oder vorrübergehende Lähmung des Körpers, Sehstörungen, Aphasie, Sprachstörungen oder Schwerhörigkeit sein. Es gibt Möglichkeiten, um das Risiko für einen Schlaganfall bei Senioren auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn man sich an diese Vorschriften hält, wird auch das Risiko für ein erneutes Auftreten reduziert.
Im Leben des Seniors müssen gewissen Veränderungen vorgenommen werden. Dies bezieht sich auf die Reduzierung von Stress, die Einführung einer Ernährung, die reich an Vitamin B und D ist und je nach Möglichkeit sollte man körperliche Aktivität in das Leben des Senior einführen. Es ist auch sehr wichtig, dass die pflegebedürftige Person regelmäßig ihren Blutdruck misst und regelmäßige Arztbesuche einhält.
Die Arbeit mit einer pflegebedürftigen Person, die einen Schlaganfall erlitten hat, verlangt vor allem viel Geduld. Manchmal ist es unmöglich, wieder vollständig zur alten Fitness zurückzukehren, was den Senior sicher sehr frustrieren wird. Es könnte auch eine langwierige Rehabilitation benötigt werden, die erst nach langer Zeit erste Erfolge bringt. Deswegen ist die Unterstützung seitens der Person, mit welcher der Senior am meisten Zeit verbringt, sehr wichtig. Dank der gemeinsamen Zusammenarbeit wird es einfacher sein, mit den Folgen der Krankheit klar zu kommen. Man sollte auch mit dem Physiotherapeuten passende Aktivitäten für den Senior abstimmen. Diese können eine schnellere Genesung fördern. Wenn Sie bemerken, dass der Senior mit seiner Krankheit hadert, können Sie auch eine psychologische Unterstützung in Erwägung ziehen – vielleicht wird eine professionelle Unterstützung benötigt um mit dem Schock, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde, zurecht zu kommen.