Darunter befinden sich vor allem Senioren. Es ist daher wichtig zu wissen, wie man eine ältere Person pflegt, die an Goldstaphylokokken leidet. Was sollte man meiden und wie kann man eine Ansteckung verhindern.
Was sind Staphylokokken?
Es handelt sich dabei um ein Bakterium, dass in einem Cluster verschmilzt. Bei manchen Menschen bleibt dieses Bakterium inaktiv, bei anderen – darunter auch Senioren – kann es viele gesundheitliche Probleme verursachen. Warum? Ein geschwächter Organismus, mit einem schwächeren Immunsystem, kann schwieriger gegen Bakterien ankämpfen. Am Schlimmsten ist es, wenn Staphylokokken in eine offene Wunde gelangen und eine Infektion verursachen. Dieses spezifische Bakterium kann durch die Nahrung aufgenommen werden, übers Blut oder durch die Infektion durch eine andere Person übertragen werden. Staphylokokken wurden anfangs mit einem Antibiotikum namens Oxacillin behandelt. Leider haben sich Resistenzen gebildet, welche schwierig zu behandeln sind – mittlerweile werden Staphylokokken auch MRSA genannt. Was verbirgt sich hinter dieser Abkürzung? Es handelt sich um einen wissenschaftlichen Namen für Staphylokokken, die resistent gegen viele Antibiotika sind. Die häufigsten Infektionen mit Staphylokokken finden in Krankenhäusern statt. Und in diesen verbringen ältere Menschen regelmäßig und vergleichsweise viel Zeit.
Woran erkennt man eine Infektion durch Staphylokokken?
Wenn unsere pflegebedürftige Person im Krankenhaus war und mit einem Krankenwagen nach Hause gebracht wurde und von den Sanitätern in entsprechender Schutzbekleidung begleitet wurde, ist es ein Zeichen dafür, dass der Senior MRSA hat. In Deutschland gibt es Vorschriften – dass das Personal entsprechende Schutzbekleidung tragen muss, wenn es einen Patienten mit diesem Bakterium transportiert. Aber immer mit der Ruhe – diese ältere Person kann höchstwahrscheinlich niemanden mehr infizieren, sonst würde man sie nicht aus dem Krankenhaus entlassen. Wenn unser Senior jedoch nicht im Krankenhaus war, sollten uns folgende Symptome beunruhigen:
-
Furunkel;
-
Flechte;
-
Eiter;
-
Gerstenkorn.
Meistens attackiert Saphylococcus aureus die Haut und das subkutane Gewebe. Diese Krankheit darf man auf keinen Fall verharmlosen, da MRSA bei Senioren zu vielen ernsthaften Komplikationen führen kann. Darunter zählen:
-
Innere Organinfektion;
-
Sepsis;
-
Infektion der Atemwege;
-
Nierenerkrankung;
-
Gehirnentzündung.
Wie pflegt man einen Senior mit Staphylokokken?
Sobald diese Diagnose gestellt wurde, sollte man sich regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren, damit es nicht zu weiteren Infektionen kommt. Während der hygienischen Pflege sollte die Pflegerin Handschuhe tragen und nach dem Ausziehen sollte sie die Hände nochmals gründlich waschen und desinfizieren. In den meisten Fällen werden Staphylokokken mit Antibiotika behandelt, die oral verabreicht werden, jedoch werden auch nasale Antibiotika-Cremes verschrieben – da sich das Bakterium sehr häufig dort lokalisiert. Während der Pflege von Personen, die mit Staphylokokken infiziert sind, sollte man daran denken alle benutzten Taschentücher aus der Umgebung zu entfernen und den Kontakt mit niesenden und hustenden Personen zu meiden. Es ist auch wichtig zu überprüfen, ob sich auf der Haut des Seniors Wunden gebildet haben, die verbunden werden müssen, damit sich der Patient nicht erneut infiziert.
Lieber vorbeugen als heilen
Wichtig ist die tägliche Hygiene des Seniors zu beachten – dazu gehört das richtige Waschen der Hände und deren Desinfektion, damit man MRSA eindämmt. Es ist auch wichtig das Immunsystem des Seniors zu stärken. Hier versteht man sowohl eine richtige Ernährungsweise, die reich an Nährstoffen ist, sowie viel Zeit an der frischen Luft. Jede Wunde muss desinfiziert werden und aus der Umgebung müssen alle Gegenstände entfernt werden, die zu einer Infektion führen könnten. Dank solcher Maßnahmen muss man keine Angst haben, dass unser Senior gesundheitlich abbaut und die Gesundheit der Pflegerin wird durch diese Bakterien nicht bedroht.
Wenn unsere pflegebedürftige Person allerdings doch erkrankt, sollte man vor allem den Arzt kontaktieren. In manchen Fällen, wenn der Zustand des Seniors nicht der beste ist, wird ein klinischer Aufenthalt nötig. Denken Sie daran, dass der Senior auch in dieser Situation unsere Unterstützung benötigt. Es geht dabei nicht nur darum dem Senior frische Unterwäsche oder Kosmetika zu bringen. Es geht vor allem um eine Person, die ihm nahesteht, welche die Zeit am Bett der kranken Person verbringt, mit ihm spricht und ihn während des Krankenhausaufenthalts unterstützt. Die Arbeit einer Pflegerin von älteren Personen findet nicht nur in den eigenen vier Wänden und von 8 bis 16 Uhr statt. Manchmal benötigt der Senior auch in anderen Situationen als diesen, die im Vertrag festgelegt wurden, Unterstützung.