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Das künstliche Hüftgelenk und der Verlauf der Operation.

Ein künstliches Gelenk kann heute sowohl unter Vollnarkose als auch unter der sogenannten Spinalanästhesie eingesetzt werden - dabei ist man wach, aber man fühlt keine Schmerzen.

Von der Operation kann man nichts sehen, denn diese spielt sich hinter einem speziellen Vorhang ab.

Der Schnitt wird seitlich an der Hüfte ausgeführt, oder recht weit hinten, fast über der Gesäßhälfte. Danach wird das Hüftgelenk, das unter verschiedenen Muskelschichten liegt und  von der sehr festen Gelenkkapsel umgeben ist, vorsichtig geöffnet. Dann hat der Arzt freien Zugang zum Gelenk. Der verschlissene Oberschenkelkopf wird entfernt und der Knochen für das speziell ausgewählte Schaftimplantat vorbereitet. Im nächsten Schritt wird die Hüftgelenkspfanne ersetzt. Das neue Pfannenimplantat wird eingesetzt und befestigt. Bewährt haben sich hier unter anderem das Einsetzen mit einem speziellen Knochenzement, das Einpressen, oder das Einschrauben. Welches die ideale Methode ist, hängt von der Art der Prothese ab und wird von Ihrem Arzt schon vor der Operation diagnostiziert. In die neue Hüftgelenkspfanne kommen jetzt nur noch Pfanneneinsätze aus Polyethylen, Metall oder Keramik, um die optimale Beweglichkeit des Gelenks zu garantieren. Danach wird das Schaftimplantat in den Oberschenkelknochen eingesetzt. Je nach Situation und Krankheitsbild geschieht dies entweder mit oder ohne Knochenzement. Im  letzten Schritt wird der Metall- oder Keramikkopf auf den Schaft gesteckt und in die Gelenkpfanne hineingesetzt.

Der Arzt testet anschließend die Beweglichkeit des Beines und überprüft nochmals die gesamte Gelenkgeometrie und die Gelenkspannung. Danach werden die Gewebeschichten wieder vernäht und die Wunde geschlossen.

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