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Pflegetagebuch

Wozu dient das Pflegetagebuch? Wozu soll man es führen? Diese Frage stellen sich viele pflegende Angehörige. Ein Pflegetagebuch ist wichtig und dient als Dokument, das bei der Anerkennung der Pflegestufe behilflich sein kann.

Das Pflegetagebuch ist ein Dokument, das die Aufzeichnungen des pflegerischen Zeitaufwands der pflegenden Angehörigen, Bekannten registriert.

In den meisten Fällen kümmern sich die Angehörigen, Bekannten, Freunde um den Pflegebedürftigen. Wenn jemand plötzlich zum Pflegefall wird, stellt man einen Antrag bei seiner Pflegekasse um einen Pflegegrad zu bekommen. Danach muss man mit einem Besuch vom MDK rechnen. Beim Besuch kann man dem MDK das Pflegetagebuch zeigen. Bei Anerkennung eines Pflegegrades beobachtet der Gutachter den Zeitaufwand für die pflegerischen Tätigkeiten der pflegebedürftigen Person durch die pflegenden Angehörigen.  Ein gut geführtes Pflegetagebuch kann sich positiv auf die Beurteilung auswirken.

Was gehört zu den Aufgaben der pflegenden Angehörigen?

Der pflegende Angehörige muss vor allem alles gründlich aufschreiben, was zu welcher Zeit genau gemacht werden soll. Es sollte am besten in Minuten festgehalten werden. Bei der Pflege sind vor allem drei Bereiche der Grundpflege wichtig, dazu gehören:

-Körperpflege: waschen, baden, duschen, kämmen, rasieren, Zahnpflege.

-Ernährung: Unterstützung bei der Ernährung

-Mobilität-  Hilfe und Unterstützung beim An-und Ausziehen, Hilfe beim Aufstehen und Hinlegen, Unterstützung bei der Bewegung

Wie sind die Zeiten für das Pflegetagebuch?

-Morgens zwischen 6 bis 12 Uhr

-Mittags zwischen 12 bis 18 Uhr

-Abends zwischen 18 bis 22 Uhr

-Nachts zwischen 22 bis 6 Uhr

Welche Arten von Hilfe gibt es?

Anleitung: das heißt, dass man dem Pflegebedürftigen für bestimmte Tätigkeiten Impulse geben muss oder auch demonstrieren muss, damit er/sie die Tätigkeiten durchführt.

Beaufsichtigung: damit unsere pflegebedürftige Person sich sicher fühlt, muss man ihn auch manchmal beaufsichtigen z.B. bei der Körperpflege. Die Zeit, die man zur Beaufsichtigung braucht, sollte man auch im Pflegetagebuch festhalten.

Unterstützung: man kann den Pflegebedürftigen unter die Arme greifen, z.B. beim Gehen, Treppensteigen.

Teilweise Übernahme: es bedeutet, dass man die Tätigkeiten teilweise für den Pflegebedürftigen übernimmt z.B. teilweise Hilfe bei der Körperhygiene.

Vollständige Übernahme: man muss die Tätigkeiten für den Pflegebedürftigen komplett übernehmen z.B. ganze Körperhygiene.

Man muss alles gründlich mit Details in dem Pflegetagebuch festhalten.

Was ist mit den Demenzkranken Pflegebedürftigen?

Dank der neuen Pflegereform haben auch Personen mit Demenz Anspruch auf bestimmte Leistungen von der Pflegekasse. Die Demenzkranken können zwar die Tätigkeiten selber durchführen, aber sie brauchen dabei Anleitung und Beaufsichtigung. Deswegen sollte man auch bei Demenzkranken ein Pflegetagebuch führen und alles aufschreiben.

Wann sollte man mit der Führung eines Pflegetagesbuchs beginnen?

Man kann vor dem Besuch des MDK damit beginnen. Am besten nachdem man einen Antrag bei seiner Pflegekasse gestellt hat.