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Pflegende Angehörige

In jeder Familie kommt es früher oder später zu der Situation, dass unser geliebtes Familienmitglied pflegebedürftig wird. Eine schwere Krankheit oder ein Unfall kann von einem Tag auf den andern das Leben um 180 Grad ändern.

Plötzlich muss man als pflegender Angehörige die Pflege irgendwie organisieren. Natürlich müssen wir uns gut vorbereiten und Kraft suchen damit wir den Pflegebedürftigen so gut wie es geht bei seiner Krankheit zu unterstützen. Der Fall der Pflegebedürftigkeit ist schwierig, vor allem für den Pflegebedürftigen aber auch für pflegenden Angehörigen.

Als pflegender Angehöriger muss man viele Aspekte bedenken. In Situationen eines plötzlichen Pflegefalls ist es wichtig  darüber nachzudenken: 

-Ob man als Angehöriger die Pflege selbst übernehmen kann

-Wo kann man sich über zustehende Leistungen von der Pflegekasse informieren?

-Wie beantragt man den Pflegegrad?

-Was ist MDK? Wie soll man sich auf den Besuch vorbereiten?

-Wie soll man die Pflege am besten organisieren? Welche Versorgungsformen gibt es?

-Wie kann man seinen Beruf nicht aufgeben, aber trotzdem für eine geliebte Person da sein?

-Wie soll man die Wohnung umbauen, notwendige Hilfsmittel ?

Der Pflegebedürftige muss sich um alles kümmern. Das ist bestimmt eine schwierige Zeit. Man hat bestimmt auch Angst und man muss sich schnell mit der neuen Situation abfinden.

 

Man kann sich bei seiner Pflegekasse erkundigen. Über die Pflegeleistungen, Pflegemöglichkeiten, Pflegeversorgung, Pflegehilfsmittel. In der Pflegekasse bekommt man alle notwendigen Informationen, wie man den Antrag stellt, was die MDK ist usw.

Was ist mit der Arbeit?

Wenn man die Pflege zuerst selbst organisieren möchte, kann man bei der Arbeit eine Freistellung beantragen, die gesetzlich zehn Tage vorsieht. Für diese Zeit steht einem Pflegeunterstützungsgeld zu, es entspricht einem bezahlten Sonderurlaub. Als pflegender Angehörige haben sie Anspruch auf Pflegezeit, in diesem Fall hat man Sonderkündigungsschutz, aber in dieser Zeit bekommt man keinen Lohn, man bekommt aber Pflegegeld. Wenn der Pflegebedarf länger als sechs Monate dauern wird, hat man auf bis zu 24 Monate Anspruch auf  das Familienpflegezeitgesetz - eine wichtige Voraussetzung ist, dass man mindestens 15 Stunden pro Woche in der Arbeit tätig ist.

 

Versorgungsformen

-Pflegedienst leistet Hilfe bei der Körperhygiene, medizinische Versorgung, Beratung und Unterstützung

-24 Pflegekraft – die Pflegekraft ist rund um die Uhr für den Pflegebedürftigen Vorort, außer der pflegerischen Versorgung leistet die Pflegerin auch die hauswirtschaftliche Versorgung. Vorteil ist vor allem, dass der Pflegebedürftige in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann.

-Pflegeheim dort wird der Pflegebedürftige durch professionelles und kompetentes Personal versorgt.

Wenn man sich selbst als pflegender Angehörige dazu entscheidet die Pflege zu übernehmen, dann kommt es bestimmt zu dem Zeitpunkt, an dem man sich überlastet fühlt. Für viele pflegende  Angehörige kommt auch der Moment, dass Sie ein bisschen Zeit für sich brauchen, wichtige Termine haben, die ein paar Stunden dauern können, es können auch Tage oder Wochen sein. In der Zeit brauchen Sie kurzfristig eine Vertretung. Hilfreich ist in diesem Fall die Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, Tages-oder Nachtpflege. Als Ersatz  kann ein ambulanter Pflegedienst oder Verwandte, Freunde oder Nachbarn einspringen, um den Pflegebedürftigen zu versorgen. Die Kurzzeitpflege von Pflegebedürftigen ist nicht zu Hause möglich, dafür steht die Verhinderungspflege zur Verfügung. Kurzzeitpflege muss in einer entsprechenden Pflegeeinrichtung durchgeführt werden. Die Tagespflege bieten viele ambulante Pflegedienste oder Pflegeheime an. Die Leistungen der Tagespflege umfassen den ganzen Tag über oder ein paar Stunden Betreuung in Gruppen, Ernährung durch den Tag - vom Frühstück, Mittagessen manchmal auch bis zum Abendessen, das hängt von den Öffnungszeiten ab, Hilfe bei der Grundpflege - z.B. Hilfe beim Toilettengang, Freizeitveranstaltungen - z.B. Vorlesungen, Gymnastik, Spaziergänge. Die Nachtpflege übernehmen vor allem Mitarbeiter des Pflegedienstes, damit die Demenzkranken Personen in der Nacht gut versorgt sind. Es ist auch möglich, dass man die pflegebedürftige Person über Nacht in eine stationäre Einrichtung gibt.

Kosten für die Pflege?

Die Kosten für die Pflege sind hoch. Aber dank der  Leistungen von der Pflegekasse kann man die Pflege gut und ausreichend für unseren Geliebten organisieren. Leistungen von der Pflegekasse auf welche der Pflegebedürftige Anspruch hat:

Pflegegeld- wenn die Pflege und Betreuung  von Pflegebedürftigen durch Angehörige, Freunde  oder professionelle Hilfe wie Pflegediensten übernommen wird

Pflegesachleistungen- wenn die pflegebedürftige Person zu Hause professionelle Hilfe vom ambulanten Pflegedienst bekommt

Kurzzeitpflege/Verhinderungspflege/Tagespflege/

Weitere Leistungen :

►Beratung und Beratungsbesuche

►Pflegekurse für Angehörigen

►Versorgung mit Pflegehilfsmitteln

►Zuschuss für Wohnraumanpassung

 Wohngruppenzuschlag

Vollstationäre Leistungen

Wenn jemand pflegebedürftig ist, hat er Anspruch auf Leistungen von seiner Pflegekasse. Man soll sich einfach  an seine Pflegekasse wenden, dort erhalten Sie mehr Informationen.

 

 

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