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ABC-Ernährung bei der Prävention von Krebserkrankungen

Ein schneller Lebensstil, Stress, schlechte Ernährung, mangelnde körperliche Aktivität, Alkoholmissbrauch und Rauchen sind Faktoren, die zur Entwicklung von Lebenskrankheiten wie Diabetes, Fettleibigkeit, Schilddrüsenerkrankungen oder Krebs beitragen.

Der Kampf gegen Krebs ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Krebs ist heute die zweitgrößte Todesursache in Polen unmittelbar nach Erkrankungen des Kreislaufsystems. Sie treten in unterschiedlichem Alter auf, jedoch betrifft mehr als die Hälfte von ihnen Personen über 65. Jahre, was mit dem Alterungsprozess zusammenhängt. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer genetischen Mutation. Darüber hinaus kann die Wirkungsdauer des Karzinogenes länger sein und das geschwächte Immunsystem älterer Menschen ist weniger in der Lage, die Eliminierung von Krebszellen zu bewältigen. Das größte Institut für Krebsforschung berichtet, dass 1/3 der Krebserkrankungen durch eine Veränderung des Lebensstils verhindert werden kann, wobei die richtige Ernährung keine geringe Rolle spielt.  

 

Warum kann die Ernährung ein Risiko für Krebs sein?

 

Der Prozess der Tumorbildung ist komplex, er besteht aus vielen Stadien und kann mehrere Jahre oder sogar mehrere Jahrzehnte dauern. Lebensmittel können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Dies liegt daran, dass die von uns aufgenommene Nahrung die Quelle vieler verschiedener Substanzen und Verbindungen ist. Einige von ihnen können die Entwicklung der Krankheit fördern, während andere eine schützende Wirkung haben. Eine kalorienreiche Ernährung mit niedrigem Nährwert, basierend auf tief verarbeiteten Lebensmitteln, das reich an Transfetten ist, große Mengen an Zucker, Salz, Konservierungsmitteln, künstlichen Farbstoffen und Zusatzstoffen beinhaltet, fördert die Entwicklung von Krebs. Der hohe Verzehr von Obst und Gemüse, die reich an Antioxidantien und Ballastoffen sind, sowie der Verzehr von Meeresfischen und Produkten, die eine gute Quelle an Omega-3-Säure sind, können das Krebsrisiko deutlich senken. Eine ausgewogene Ernährung mit allen notwendigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen bildet die Grundlage für die Erhaltung der Gesundheit und einem guten Wohlbefinden.

 

Einige einfache Tipps, um gegen den Krebs anzukämpfen

 

1.Meiden Sie übermäßiges Essen. Übergewicht und Fettleibigkeit erhöhen das Krebsrisiko. Dies liegt an der Tatsache, dass die Fettzellen bei übergewichtigen Menschen eine große Menge an Hormonen freisetzen, die wiederum das Wachstum von Krebszellen stimulieren. Darüber hinaus verursacht das in der innere Bauchhöhle angesammelte Fett chronische Entzündungen, die auch zur Entwicklung von Krebs führt. 2. Achten Sie darauf, so viel Obst und Gemüse wie möglich aufzunehmen. Sie sind eine reiche Quelle an Vitaminen und Mineralstoffen sowie Ballaststoffen. Die natürlichen Antioxidantien, die in ihnen enthalten sind, haben die Fähigkeit, freie Sauerstoffradikale zu zerstören und ihre negativen Effekte zu neutralisieren. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt den Verzehr von Obst und Gemüse in einer Menge von mindestens 400 g pro Tag, vorzugsweise in fünf Portionen. Es lohnt sich diese als Snacks zwischen den Mahlzeiten einzuführen und sicherzustellen, dass die tägliche Ernährung buntes Obst und Gemüse beinhaltet: rot, grün, weiß, lila, gelb-orange, da sich die darin enthaltenen natürlichen Farben positiv auf die Gesundheit auswirken. 3. Nehmen Sie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte in das Menü auf. Jede Mahlzeit sollte so wenig verarbeitet Produkte wie möglich beinhalten, sondern eher Vollkornprodukte wie: Vollkornbrot, Roggenbrot, Haferflocken, Vollkornnudeln, brauner Reis, und Grütze. Man sollte auch an einen entsprechenden Verzehr von Hülsenfrüchten denken, wie z. B.: Erbsen, Bohnen, Sojabohnen, dicke Bohnen, Linsen. Diese Produkte enthalten Ballastoffe, die ein wichtiger Bestandteil einer Anti-Krebs-Diät sind. Es verbessert den Darmtrakt, reduziert die Konzentration von Karzinogenen im Stuhl und verkürzt die Wirkungsdauer auf die Darmschleimhaut und schützt so vor Darmkrebs. 4. Berücksichtigen Sie auch pflanzliche Öle, Seefische und Nüsse in ihrer Diät. Sie sind eine Quelle mehrfach ungesättigter Fettsäuren, insbesondere der nützlichen Säuren aus der Omega-3-Familie, die im Kampf gegen Krebs wichtig sind. 5. Schränken Sie den Verzehr von rotem Fleisch und verarbeiteten Fleischprodukten ein. Ein hoher Verzehr von rotem Fleisch (Rind, Schwein, Kalbfleisch) erhöht das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Man sollte nicht mehr als 500 g pro Woche davon essen und ein sehr kleiner Teil davon kann Aufschnitt sein. Bei der Zubereitung von Speisen mit Fleisch, sollte auf ein langes Braten und Grillen verzichtet werden, da dies die Bildung von krebserregenden Produkten (Pyrolyse) unterstützt und die Bildung von freien Radikalen fördert und so den Krebsprozess intensiviert. 6. Begrenzen Sie die Aufnahme von Speisesalz und verarbeiteten Lebensmitteln. Ein hoher Salzkonsum begünstigt bei einer niedrigen Aufnahme von Vitamin C Krebsveränderungen im Magen. Die Salzquelle sind nicht nur hochverarbeitete Produkte wie Fast-Food, Chips, Cracker, sondern auch Produkte, in denen wir den Salzanteil nicht wahrnehmen, wie zum Beispiel Brot oder Cornflakes. Die tägliche Salzaufnahme sollte 5 g nicht überschreiten. Man sollte auch auf ein zusätzliches salzen von Fertiggerichten verzichten. 7. Trinken Sie Wasser. Mineralwasser eignet sich am besten um den Durst zu stillen und den Körper optimal zu bewässern. Süße Getränke wie Orangensäfte, Nektar, Fruchtgetränke, Energie Drinks, aromatisiertes Wasser sind eine Quelle für eine große Anzahl an Kalorien in der Ernährung und fördern das Übergewicht, Fettleibigkeit, die wiederum zur Bildung von Krebs beitragen. 8. Achten Sie auf die Frische der Produkte. Faule oder verschimmelte Produkte sollten weggeworfen werden, da sie schädliche Aflatoxine enthalten und das Risiko von Leberkrebs deutlich erhöhen.

 

 

 

Bei der Krebsvorsorge ist es von Vorteil, ein für die mediterranen Regionen charakteristisches Ernährungsmodell einzuführen, denn es ist reich an pflanzlichen Produkten, Getreide, Gemüse und Obst, Fisch, Öl und Oliven, mit einem geringen Anteil an Fleisch und tierischen Fetten. Diese Diät, die reich an Ballastoffen, Antioxidantien (Vitamin C, E, A, Selen), Flavonoiden, Kalzium, Vitamin D und Pflanzensterinen ist und wenig tierische Fette, Cholesterin und einfachen Zucker enthält, kann vor Krebs schützen. Forschungen zeigen, dass die körperliche Aktivität ein wichtiger Faktor ist, der das Risiko für Dickdarm- und Grimmdarm, Gebärmutter- und Brustkrebs vor allem im postmenopausalen Alter senkt. Daher sollte man neben der Anti-Krebs-Prävention auch auf die körperliche Fitness achten. Es lohnt sich spazieren zu gehen oder eine Radtour zu machen, anstatt stundenlang vor dem Fernseher zu sitzen.

 

PRODUKTE, DIE DEN KREBS BEGÜNSTIGEN

Krebsart    Produkte

Magenkrebs   

Überschuss an Salz in der Nahrung

Leberkrebs     

Lebensmittel mit Aflatoxinen (schimmelige Getreidekörner, Nüsse und Hülsenfrüchte)

Darmkrebs      

Verarbeitetes Fleisch (geräuchert, konserviert, gesalzen), rotes Fleisch (Schwein, Rind) 

Mundkrebs, Krebs im Rachenraum, Kehlkopfkrebs, Leberkrebs

Alkohol

 

PRODUKTE, DIE DEN KREBS BEKÄMPFEN

Krebsart      Produkte

Magenkrebs    Zwiebelgemüse (Zwiebel, Knoblauch, Porree, Schnittlauch) und Produkte mit geringem Stärkeanteil (Brokkoli, Salat, Gurke)

Darmkrebs        Knoblauch, Milchprodukte mit Kalziumanteil

Speiseröhrenkrebs    Lebensmittel mit Beta-Carotin (Fischöl, Mohrrüben, Kürbis, Petersilie, Aprikosen)

Prostatakrebs              Lebensmittel mit Lycopen (Tomaten, Wassermelone, Papaya), selenhaltige Lebensmittel (brauner Reis, Hafer, Samen)

Mundkrebs, Krebs im Rachenraum, Kehlkopfkrebs-Gemüse mit geringem Stärkeanteil und Obst

 

Literaturverzeichnis: Mirosław Jarosz „Praktyczny podręcznik dietetyki”, IŻŻ, Warszawa 2010 Helena Ciborowska, Anna Rudnicka „Dietetyka. Żywienie zdrowego i chorego człowieka”. PZWL 2012 http://onkologia.org.pl/dieta/  http://www.izz.waw.pl/pl/

 

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