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Universität des dritten Lebensalters

Mit der Zunahme der Anzahl von Menschen im Rentenalter und der Entwicklung der Technologie und dem zunehmendem Bewusstsein in Bezug auf den Bildungsprozess und welchen Einfluss dieser auf die Gesundheit und das Selbstwertgefühl hat, steigt die Popularität von Universitäten des dritten Lebensalters.

Wobei handelt es sich bei einer Universität des dritten Lebensalter?

Kurz gesagt handelt es sich dabei um einen Ort, an welchem ältere Menschen ihre Träume aus der Vergangenheit wahr werden lassen können (da es Ihnen vielleicht finanziell, beruflich oder strukturell nicht möglich war). Jedoch ist dies nicht die einzige Aufgabe einer solchen Universität. Oft ist die Bildung dabei nur ein positiver Nebeneffekt. Viele Menschen wagen diesen Schritt im Alter, um neue Kontakte aufzunehmen, eine angenehme Zeit zu verbringen und natürlich um etwas neues zu lernen. Die Universität des dritten Lebensalters ist in den vergangenen Jahren zu etwas ganz Offensichtlichem in unserem Bewusstsein geworden und zugleich (zu Recht) den Glauben zu leugnen, dass man ab einem gewissen Alter nichts mehr lernen kann. Diese Universität gibt einem das Gefühl für die Gesellschaft wichtig zu sein, die Freizeit zu füllen (von der ältere Menschen mehr als genug haben) und hilft dabei gesund zu bleiben.

Welche Vorteile bringt die Universität des dritten Lebensalter?

Die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist eines der größten Vorteile der Universität des dritten Lebensalters. Sie geben älteren Menschen das Gefühl nicht abgeschoben zu werden – der Kontakt mit anderen Menschen in Verbindung mit interessanten Vorlesungen und Gesprächen führt oft dazu, dass man neue Kontakte knüpft oder sogar eine neue Liebe findet. Es kommt oft vor, dass die Beziehungen, die dank der Universität geknüpft wurden, weiter hinausgehen und es zu Treffen außerhalb kommt. Gemeinsame Treffen beim Kaffee oder organisierte Ausflüge sind keine Hirngespinste. Die Universität des dritten Lebensalters ermöglicht eine persönliche Weiterentwicklung (da es dafür nie zu spät ist) und eine Weiterentwicklung der eigenen Interessen und des Wissens. Eine der beliebtesten Kurse sind Fremdsprachenkurse – in diesem Fall hauptsächlich Englisch. Vor einigen Jahren gab es die Nachricht, dass ein 93-jähriger Chinese die Portugiesische Sprache erlernt hat. Woher solch eine Idee? Es gab keinem konkreten Grund. Der Herr hatte einfach solch ein Ziel und hat es erreicht. Es steht dem also nichts im Wege, dass unsere Senioren sich Ihre Träume erfüllen.

Man muss dabei auch bedenken, dass sich die Welt nie zuvor so schnell entwickelt hat, wie zum jetzigen Zeitpunkt. Der technologische Fortschritt auf unserem Planeten sorgt dafür, dass Menschen, die in den 50-er und 60-er Jahren geboren wurden (schon ganz zu schweigen diejenigen, die vor dem Krieg geboren wurden) Schwierigkeiten haben, mit diesen Veränderungen mitzuhalten. Aus diesem Grund gehören zu den Standardkursen der Universität des dritten Lebensalters z. B. Computerkurse. Diese neue Technologie ist eine der Disziplinen, die fast in jeder Universität zur Verfügung steht. Es ist auch erwähnenswert, dass ältere Menschen bei solchen Kursen große Begeisterung zeigen. Zusätzlich zu Ihrer Nützlichkeit verbessert sich deutlich ihre Stimmung und nicht selten ihr Selbstwertgefühl, was bei „untechnischen“ Menschen sehr wackelig sein kann.  

Die ungeschätzten Vorteile eine Universität des dritten Lebensalters in unserem Land zu eröffnen, ist eine Erfahrung, die ältere Menschen an ihre Umgebung weitergeben können. Studenten der Universität des dritten Lebensalters lernen nicht nur von Ihren Dozenten sondern auch gegenseitig voneinander. Schließlich sind es Menschen, die unterschiedlicher Herkunft sind, verschiedene Lebens- und Berufserfahrungen haben. An der Universität des dritten Lebensalters nehmen z. B. Menschen teil, die den II Weltkrieg miterlebt haben und ihre interessanten Geschichten teilen können.

Welche Kurse stehen in der Universität des dritten Lebensalters zur Verfügung?

Die Kurse, an denen man teilnehmen kann, sind neben den oben genannten: Schulungen und berufliche Kurse, weiterführende Studiengänge, Bildungsprogramme, Seminare, Lesen von wissenschaftlichen Zeitschriften, Lernen über das Internet, also sogenannte E-learning-Kurse, Hobbykurse, Interessengruppen und Workshops.  

Welche Kosten sind mit einer solchen Teilnahme verbunden? Wo findet man eine solche Universität?

Die Gebühren für die Teilnahme an solchen Kursen sind in der Regel nur symbolisch. Die Kosten für ein ganzes Semester betragen gewöhnlich höchstens 50 zł. Dazu können noch Studiengebühren kommen – diese betragen ein paar zł monatlich. Wenn die Kurse die Schaffung von zusätzlichen Bedingungen erfordert z. B. die Mietung eines Saals (bei Yoga-Kursen) oder eines Schwimmbads. Es kann zu zusätzlichen Kosten kommen, die aber ähnlich wie bei den Gebühren nur ein paar zł betragen. Es ist nicht schwer daraus zu schließen, dass es sich bei der Universität des dritten Lebensalters hauptsächlich um Motivation handelt. Bei solch niedrigen Gebühren zählen vor allem die Vorteile ein Teil der Studenten zu sein. Die Anzahl solcher Institutionen in Polen beträgt momentan 400, was deutlich zeigt, dass das Experiment erfolgreich war. Der größte Teil unserer Bevölkerung hat nur ein paar Kilometer bis zur nächsten Universität und in Zukunft gesehen soll es noch besser werden. Die Meinungen der Zuhörer zeigen deutlich, dass es sich lohnt solch eine Aktivität zu wagen.

Vorteile nicht nur für die Senioren

Man sollte auch erwähnen, dass die Universität des dritten Lebensalters in Polen nicht nur Vorteile für ältere Menschen bringt, sondern auch für dessen Umgebung und die ganze Gesellschaft. Ein höheres Maß an Wissen, ein Verständnis dafür, wie die moderne Welt funktioniert, Selbstwertgefühl, gute Laune, Lebenszufriedenheit haben mit Sicherheit einen positiven Einfluss auf das Funktionieren unserer Gesellschaft in unserem Land.

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