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Pflanzenheilkunde

Ginseng, Weißdorn, Artischocke, Kamille oder Salbei – sind wahre Verbündete von Senioren. Zu dieser Gruppe sollte man auch das japanische Ginkgo hinzufügen, so haben wir eine natürliche Unterstützung im Kampf gegen Krankheiten.

Damit beschäftigt sich die Pflanzenheilkunde, die auch als Kräutermedizin bezeichnet wird. Es ist ein Weg, um gegen die Beschwerden mit natürlichen Produkten anzukämpfen. Warum schreiben wir darüber im Kontext mit älteren Menschen? Senioren stellen eine perfekte Altersgruppe für diesen medizinischen Bereich dar.

Was ist Pflanzenheilkunde?

Es ist eine Methode der Behandlung und Vorbeugung, die auf Kräutern oder Substanzen aus Ihnen basiert. Ihre Ursprünge stammen aus dem alten Ägypten – ein paar Jahrhunderte vor unserer Zeit gab es die erste Phytotherapie in den Tempeln. Allerdings ist es in der Welt erst in Griechenland durchgedrungen um genau zu sagen in Athen, wo die ersten nichtkirchlichen Ärzte erschienen sind, welche die Kraft der Kräuter zu schätzen begingen. Die Faszination der Pflanzen als Heilmittel hat sich immer mehr ausgebreitet. Man kann auch eine Veränderung der Herangehensweise von Ärzten beobachten, die immer öfters homöopathische Medikamente (Kräuter) verschreiben.

Senioren und Kräuter

Wir haben zu Beginn erwähnt, dass sich Senioren sehr gut für pflanzliche Medikamente eignen. Aus welchem Grund? Natürlich verschlechtert sich mit dem Alter auch der gesundheitliche Zustand. Für gewöhnlich bedeutet dies die Einnahme von Medikamenten – nicht selten mehrere gleichzeitig. Je mehr Medikamente man zu sich nimmt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Nebenwirkungen kommt. Dies ist der Grund, warum sich immer mehr Spezialisten dafür entscheiden, pflanzliche Medizin zu verschreiben – also pharmazeutische Mittel, dessen Hauptbestandteil Kräuter oder dessen Produkte sind und dessen Zusammensetzung mehr als 60% des Medikaments befasst. Die Gegner von pflanzlichen Heilmitteln sprechen von schwächeren Wirkungen der pflanzlichen Produkte und gleichsam auch geringeren Nebenwirkungen. Ein anderer Vorteil, der für die Pflanzenheilkunde spricht, ist, dass die Pflanzen gleichzeitig in verschiedene Richtungen wirken, was bedeutet, dass eine Tablette mit den Symptomen von mehreren Beschwerden umgehen kann.  

Die beliebtesten Kräuter

Es gibt mehr als eine halbe Millionen Pflanzen, von denen man erst 2000 zu den medizinischen Heilmitteln zählt und davon 400 in Europa vorkommen. Dies zeigt, wie unerforscht die Vorkommen in der Natur sind. Die unbestreitbaren Verbündeten im Kampf gegen Krankheiten bei Senioren sind:

  • Japanischer Ginkgo – verbessert die Blutzirkulation im Körper, das Gedächtnis und geistige Leistungsfähigkeit;
  • Ginseng – erhöht die Widerstandskraft des Körpers gegen Stress und Infektionen und verbessert die Vitalität;  
  • Artischocke – verbessert das Verdauungssystem und reduziert den schlechten Cholesterin;  
  • Hagedornblüten –  reguliert den Blutdruck und verbessert die Blutzirkulation des Herzens.

Natürlich wird je nachdem welche Beschwerden der ältere Mensch hat, die entsprechende Kräutermedizin angepasst. Wenn man die oben genannten Pflanzen prophylaktisch zu sich nimmt, kann man sehr viele Krankheiten vorbeugen. Der Vorteil, der für die Anwendung von pflanzlichen Heilmitteln spricht, ist, dass viele Kräuter eine antioxidative Wirkung haben, das bedeutet, dass sie freie Radikale beseitigen, was wiederrum verhindert, dass sich Tumorzellen bilden.

Die Grundprinzipien der Phytotherapie

Die Natur ist eine Kraft, die bei vielen Beschwerden behilflich sein kann. Jedoch darf man nicht so tun, als wenn Kräuter keine Nebenwirkungen haben – denn sie haben welche. Deswegen ist es wichtig, dass man die Grundprinzipien der Phytotherapie kennt, da nur so die Kräuter wirklich wirken.

Das wichtigste ist, dass man die pflanzlichen Heilmittel mit dem Hausarzt des Senioren abspricht. Es gibt in der Tat natürliche Besonderheiten, die zu einer starken chemischen Reaktion mit Kunststoffen führen können. Natürlich sollte man vor der Kräutertherapie überprüfen, ob die kranke Person nicht allergisch auf die Bestandteile reagiert. Man sollte auch daran denken, dass bei einem Missbrauch von Medikamenten, sogar pflanzlichen Produkten, es zu Nebenwirkungen kommen kann.

Wir geben ein paar Beispiele für die Symptome einer Überdosierung: 

  • Missbrauch von Kamille – Kontaktdermatitis;
  • Überdosierung von Wacholderfrucht - Nierenprobleme;
  • Lange Aufnahme von Schachtelhalm – Mangel an Vitamin B;
  • Übermäßige Verwendung von Brennnessel – Schwellung und Rötung der Augen.

Die Kraft der Kräutermedizin wird durch die Tatsache bestätigt, dass bereits unsere Urgroßmütter die medizinischen Infusionen von Salbei und Kamille verwendet haben. Wenn also die Möglichkeit besteht, dass die Phytotherapie dem Senior hilfreich bei den Beschwerden sein kann, sollte man den Rat eines Spezialisten heranziehen und mit dem Heilungsprozess beginnen. Der Pfleger sollte den Arzt rechtzeitig darüber informieren, welche Medikamente der Senior bis zum jetzigen Zeitpunkt zu sich genommen hat und kontrollieren, dass der Senior die entsprechende, vorgeschriebene Menge zu sich nimmt.