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Wenn der Senior seine Pflegerin nicht akzeptiert

In den meisten Fällen ist es die Familie des Seniors, die sich dafür entscheidet, eine Pflegerin einzustellen. Der Anlass für solch eine Entscheidung ist unterschiedlich, dies beschreiben wir an einer anderen Stelle dieses Textes.

Jedoch unabhängig davon, warum sich die Familie für eine Pflegerin entschieden hat, ist eines sicher, der Senior muss bereits sein mit der Pflegerin zusammenzuarbeiten. Andernfalls wird nichts aus solch einer Zusammenarbeit.

Warum entscheiden sich Familien für eine Pflegerin?

Es gibt viele Gründe. Zu den wichtigsten zählen:

  • Der Zustand des Seniors, der eine 24- stündige Pflege benötigt;
  • Keine Zeit für Besuche und Hilfe bei den alltäglichen Dingen;
  • Zu weite Entfernungen zwischen der Familie und dem Senior.

Natürlich gibt es auch weniger angenehme Gründe, wie die Lustlosigkeit sich um eine gebrechliche Person zu kümmern.

Wie kann ein Senior auf eine Pflegerin reagieren?

Alles hängt vom Zustand des Seniors ab. Es ist sehr wichtig, ob er/sie darüber informiert wurde, dass eine Pflegerin eingestellt wurde oder ob er/sie vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Wenn sich die Person in einem vegetativen Zustand befindet, steht nichts im Wege eine Pflegerin einzustellen. Wenn der Senior schon seit Längerem körperlich eingeschränkt ist, so wird er eine Pflegerin auch schnell akzeptieren. Am schlimmsten werden es die Damen haben, die Vorort ankommen und es mit einer Person zu tun haben, die erst seit Kurzem körperlich eingeschränkt ist. Hier kann es länger dauern, bis der Senior die neue Situation akzeptiert. Wenn es um Verhaltensweisen geht, so kann man hier alles erwarten. Von einer lächelnden, fröhlichen alten Damen bis hin zu überheblichen, dominanten Person oder eine Person, welche die Pflegerin wie Luft behandeln und komplett ignorieren wird.

Wie kann man den Senior von sich überzeugen?

Anfangs sollte man dem Senior Zeit geben. Zu Beginn sollte man dem Senior versuchen zu erklären, dass es Ihre Aufgabe ist, ihm/ihr das Leben zu erleichtern, sie jedoch nicht beabsichtigen ihn in irgendeiner Form einzuschränken. Auch die Herangehensweise der Familie spielt dabei eine wichtige Rolle – es wäre gut, wenn sie ihren Vater oder Großvater damit vertraut machen, dass schon bald eine neue Person einzieht, die ihm/ihr bei den alltäglichen Dingen behilflich sein wird. Auch eine freundliche und herzliche Herangehensweise der Pflegerin kann sich als vorteilhaft herausstellen. Jedoch klappt dies nicht immer. Was dann?

In kleinen Schritten vorgehen

Wenn deutlich zu sehen ist, dass der Senior negativ gegenüber der Pflegerin eingestellt ist, muss man viel Geduld aufweisen. Offensichtlich benötigt er/sie mehr Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Ein Senior kann misstrauisch sein, jede Bewegung der Pflegerin beobachten und jede Entscheidung, die sie trifft, in Frage stellen. Deswegen muss man langsam sein Vertrauen gewinnen. Es ist sehr wichtig, dass Sie klare Signale schicken und den Senior darüber informieren, was Sie in der jeweiligen Situation tun werden. Dies ermöglicht dem Senior der Pflegerin ein bisschen Vertrauen zu schenken.

Man darf nicht alles erlauben

Wenn man das Vertrauen des Seniors gewonnen hat, bedeutet dies jedoch nicht, dass man bestimmte Verhaltensweisen toleriert. Wenn der Senior einen nicht nur mit bloßen Worten angreift, sondern auch durch Taten, dürfen Sie dies auf keinen Fall tolerieren. In solchen Situation wird es erforderlich sein, dass die Familie des Seniors eingreift. Wenn auch dies nicht hilft, sollte man in Erwägung ziehen den Arbeitsplatz zu wechseln, da bestimmte Arbeitsbedingungen bei der Zusammenarbeit mit einer älteren Person zu einem psychischen Zusammenbruch führen können. Wenn die Pflegerin zur Arbeit ins Ausland über eine Vermittlungsagentur gereist ist, so sollte sie sich an diese wenden und um Hilfe bitten. Im ersten Moment wird man versuchen, mit der Familie des Seniors zu sprechen – wenn dies keine Veränderungen mit sich zieht und der Senior die Pflegerin weiterhin nicht akzeptiert, muss die Pflegerin eine neue Stelle suchen. In diesem Fall kann sich die Vermittlungsagentur als behilflich erweisen und eine Versetzung in eine andere Familie anbieten. Die Pflegerin kann selbstverständlich auch gemäß den Bestimmungen vom Arbeitsvertrag zurücktreten.

Man sollte versuchen die ältere Person von sich zu überzeugen, jedoch sollte man auch wissen, wann man aufgeben muss. Schade um die Nerven und Gesundheit beim Kampf mit einer Person, die sich  nicht damit abfinden will, dass sie krank ist und Hilfe von außen benötigt. In solch einer Situation können Sie nichts mehr tun.

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