solidcare24-pflegevermittlung.de

Vor- und Nachteile des Pflegeheims in Polen

*Pflegefall in der Familie und mögliche Betreuungsformen** Niemand wünscht sich im Alter pflegebedürftig zu werden, doch die Pflegebedürftigkeit kann jeden von uns treffen. Manchmal kommt sie im Alter, manchmal wegen einer Krankheit oder eines Unfalls – und schon ist man auf die Hilfe anderer angewiesen.

Wenn dieser Fall aber eintritt, haben Familienangehörige sicherlich viele Fragen und einiges zu organisieren. Es taucht auch die Frage auf, ob der Pflegebedürftige zu Hause bleiben oder in einem Pflegeheim untergebracht werden soll. Klar wünscht sich meistens jeder ältere Mensch, auch im Falle der Pflegebedürftigkeit, solange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben.

Eine Entscheidung zu treffen, wie und wo die Pflege stattfinden soll, fällt den Angehörigen nicht einfach. Durch Lebenssituationen, in denen ein Familienmitglied, Opa oder Oma aus Alters- oder Krankheitsgründen plötzlich pflegebedürftig wird und zusätzliche Betreuung benötigt, stoßen Angehörige oft an die Grenzen der eigenen physischen und psychischen Belastbarkeit. Weiterhin sind wichtig die Pflegekosten. Je nachdem ob private oder stationäre Pflege, gewährt die Pflegeversicherung dementsprechend die Leistungen.

Wenn möglich, versuchen am Anfang viele Angehörige den Pflegebedürftigen selbst zu pflegen, was oft nicht einfach ist. Es ist sehr schwierig, die Betreuung zu Hause und das eigene Berufsleben in Einklang zu bringen.  Viele Angehörige sind überfordert und stoßen dadurch an die Grenzen der eigenen physischen und psychischen Belastbarkeit. Nicht nur aus diesem Grund, aber auch aus finanziellen Gründen entscheiden sich viele für eine Pflegerin aus Osteuropa. Bei diesem Betreuungsmodell wohnt eine Polin oder eine aus einem anderen osteuropäischen Land stammende Pflegekraft mit im Haus oder in der Wohnung und versorgt den Pflegebedürftigen Vollzeit.  Manchmal jedoch ist die Wohnung zu klein oder kann an die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen gar nicht angepasst werden.

Die unkompliziertere Variante ist oftmals für Angehörige die Unterbringung des Pflegebedürftigen in einem Pflegeheim. Die Pflegeheimkosten in Deutschland sind aber viel zu hoch und variieren je nach Region und Ausstattung der Heime. Leider können sich viele Senioren ein Pflegeheim in Deutschland kaum leisten. Das ist der Grund, warum ihre Angehörige oft nach billigeren Alternativen in Osteuropa, etwa in Polen, suchen.

 

*Vor- und Nachteile eines Pflegeheimes in Deutschland**

Nicht alle haben das Glück von Angehörigen zu Hause betreuet zu werden. Auch oftmals ist ein Pflegeheim der letzte Ausweg für manche Pflegebedürftige. Der größte Vorteil eines Pflegeheimes ist natürlich das gemeinsame Miteinander. In einem Altersheim ist niemand allein, da zahlreiche weitere Heimbewohner umsorgt werden und gemeinsame Freizeitaktivitäten jederzeit auch möglich sind. Man knüpft soziale Kontakte mit Gleichgesinnten. Die Pflegeeinrichtung ist immer an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst, sie ist behindertengerecht und barrierefrei.

Die Bewohner erhalten in der Regel ihren eigenen, persönlichen Bereich, zum Beispiel ein voll möbliertes Zimmer mit Bad. 

Weiterer Vorteil ist, man hat in einem Heim Sicherheit durch 24-Stunden-Betreuung. Je nach Umfang der Pflegebedürftigkeit steht dem Älteren das Personal bei allen alltäglichen Aufgaben, auch bei der Körperpflege und der gesundheitlichen Vorsorge helfend zur Verfügung. In einem Altersheim ist immer die Hilfe anwesend, so dass man in Notfällen schnell eingreifen kann. Das Pflegepersonal kümmert sich auch um Reinigung der Wäsche, um das Beziehen der Betten und vieles mehr.

Ein weiterer Vorteil ist, dass für die Heimbewohner unterschiedliche Freizeitaktivitäten organisiert werden. Es werden auch Beschäftigungstherapien angeboten, angepasst an die Bedürfnisse der älteren Menschen. Familienangehörige sind entlastet und  müssen sich um nichts mehr kümmern.

Ein Pflegeheim hat aber auch mehrere Nachteile. Erstmal haben Pflegebedürftige davor Angst „abgeschoben“ zu werden, was meistens nicht der Fall ist. Zweitens müssen sie ihre vertraute Umgebung wechseln, was im Alter gar nicht so einfach ist.

 Mittlerweile bekommen auch viele Alters- und Pflegeheime in Deutschland schlechten Ruf.  Es wird den Heimen vorgeworfen, dass das Person nicht ausreichend Zeit für die Heimbewohner hat.  Leider fehlt es in den Heimen an ausgebildeten Pflegekräfte, was in Deutschland ein großes Problem ist.  Auf Grund Zeitmangels des Personals ist die psychosoziale Betreuung in den Heimen nur begrenzt realisiert.  Das Personal sei überfordert und dadurch leiden die Senioren am meisten. Sie seien nicht mit Würde behandelt.

Ein großer Nachteil sind außerdem lange Wartelisten in begehrten Heimen in Deutschland. Die Heimkosten sind in den letzten Jahren enorm gestiegen und mehrere Pflegebedürftige können sich einen Pflegeplatz in Deutschland nicht mehr leisten. Die Rente und das Geld von der Pflegeversicherung reichen nicht aus um die Heimkosten zu decken. In vielen Fällen werden sogar nahe Angehörige verpflichtet einen Pflegeplatz mitzufinanzieren.

 

*Vor- und Nachteile des Pflegeheims in Polen**

In den letzten Jahren locken die osteuropäischen Pflegeheime, vor allem die polnischen, die deutschen Senioren mit ihrem Angebot. Sie bieten den Deutschen hohe Pflegequalität zu einem günstigen Preis. Mittlerweile haben sich mehrere Altersheime in Polen auf die Bedürfnisse deutscher Patienten ausgerichtet.   

Der große Vorteil sind die Preise. Ein Pflegeplatz in Polen ist wesentlich günstiger als in Deutschland. Einen Pflegeplatz kann man schon ab 1000 Euro im Monat bekommen. Die Preise liegen zwischen 1000 Euro – 1800 Euro monatlich, je nach Standard einer Pflegeeinrichtung, Lage eines Altersheimes und Zimmerart. Auch viel mehr Leistungen als in Deutschland sind im Preis mitenthalten. In den Heimkosten sind die Unterkunft, Vollverpflegung, Rund-um-die-Uhr-Pflege und Betreuung durch deutschsprachiges Pflegepersonal, Freizeitangebot, Beschäftigungstherapien, nicht selten auch Fußpflege, Friseur und Rehabilitation enthalten, welche in der Geriatrie so große Rolle spielt. Lediglich muss man nur für Windeln und Medikamente extra bezahlen, was wiederum teilweise von der Krankenkasse mitfinanziert wird. Für die vollstationäre Versorgung in einem Pflegeheim in Polen übernimmt die deutsche Pflegekasse einen pauschalen Sachleistungsbetrag, je nach Höhe des Pflegegrades zwischen 123 Euro – 901 Euro im Monat. Nach Abzug des Pflegegeldes fallen die Pflegekosten in Polen noch günstiger, so dass sich einen Pflegeplatz auch deutsche Senioren mit niedriger Rente problemlos leisten können. Genauso wie in Deutschland kümmert sich auch in den Heimen in Polen das medizinisch geschulte Personal um die Patienten Rund-um-die-Uhr. Mehrere Pflegekräfte und Ärzte sind der deutschen Sprache mächtig, so dass man sich mit den deutschen Patienten kommunizieren kann und auf ihre Bedürfnisse problemlos eingehen kann.  Die ärztliche Versorgung wird natürlich gesichert und im Krankheitsfall wird den Patienten die unentbehrliche Hilfe gewährleistet. In jedem Pflegeheim in Polen gibt es vor Ort einen Hausarzt, nicht selten auch Fachärzte, wie Psychiater, Psychologe, Geriater, Neurologe, Physiotherapeut.  

Ein weiterer großer Vorteil ist, die Pflegeeinrichtungen sind in den schönsten Regionen in Polen gelegen, mehrere in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze und an der Ostsee. Die Heime sind auf spezielle Krankheiten, wie Demenz und Alzheimer spezialisiert und dementsprechend werden den Patienten auch spezielle Therapien angeboten.  In den meisten Pflegeeinrichtungen in Polen gibt es keine Wartelisten, so dass man schnell einen Pflegeplatz bekommen kann.

Das Problem des Fachkräftemangels gibt es in polnischen Heimen nicht! Anders wie in Deutschland liegt der Personalschlüssel bei 1:5. Dadurch hat das Personal genug Zeit um jeden Patienten individuell zu betrachten. Die Heimbewohner  werden mit viel Respekt, Würde, Liebe und Zuwendung behandelt.

Der Nachteil eines Pflegeheimes in Polen  ist  sicherlich oft die Entfernung. Mehrere Pflegeeinrichtungen in Polen liegen weit weg entfernt von dem Wohnort der Angehörigen in Deutschland. Aufgrund der größeren Distanz verringert sich auch die Anzahl der Besuche von Familienangehörigen. Seltene Besuche in den Heimen in Polen bewirken wiederum, dass man sie nicht so gut wie kaum kontrollieren kann. Man kann aber immerhin ihre pflegebedürftige Angehörige via Telefon oder Skype kontaktieren.

Genauso, wie in den Heimen in Deutschland steht auf der Agende das Problem der „Abschiebung“, was aber in den meisten Fällen nicht eintrifft. Problematisch kann für manche deutsche Senioren der Wohnsitzwechsel werden, laut einem Sprichwort, dass man alte Bäume nicht verpflanzen soll. Es fällt im Alter sicherlich schwieriger, sich an die neue Umgebung, völlig neues Ambiente und andere Sprache anzupassen.

Der Nachteil ist auch, dass in manchen Pflegeheimen nicht genug Pflegepersonal über gute Deutschkenntnisse verfügt, was in der Kommunikation mit Familienangehörigen sehr schwierig sein kann.

Sylwia Witkowska

Carefinder Sp. zo. o.
Spezialist-Kundenbetreuung
Mobil:  0048 503 102 559

 

 

 

 

 

Ähnliche Artikel

Pflegerin und die familiären Probleme des Senioren

Wenn man sich um eine ältere Person kümmert, da steigt man in die Beziehungen, die in seiner Familie herrschen. Solche Kontakte sind leider nicht immer richtig, und aus diesem Grund können wir Zeuge den Situationen werden, die problematisch sein könnten und können auch zur Taktlosigkeit hervorrufen. Wie kann man sich in den komplizierten

Mehr lesen

Zur Pflege nach Polen

Niemand wünscht sich ein Pflegefall in der Familie, doch wenn der Fall schon eintritt will man für den Angehörigen nur die bestmögliche Pflege. Die Familie steht dann vor einer Entscheidung, wie und wo der Angehörige gepflegt werden sollte, welchen Händen sie ihren Angehörigen anvertraut.

Mehr lesen