solidcare24-pflegevermittlung.de

St. Hildegard von Bingen – Grundprinzipien

Sie lebte um die Wende des 11. und 12. Jahrhunderts und war die erste Gründerin des Frauenklosters und verdient nicht nur in dieser Hinsicht die Bezeichnung „Vorläuferin“.

Sie war die erste Wissenschaftlerin, die die deutsche Fauna und Flora beschrieben hat und sie gilt auch als die erste deutsche Naturphilosophin. Eine Ärztin, die sich öffentlich zum Thema Sex und Gynäkologie äußerte. Sie hat auch Themen wie Stress und körperliche Kultur berührt. Die Autorin der Moralität, die Komponistin und endlich Heilige. Die Rede ist hier von der Heiligen Hildegard von Bingen.  

Über die Zusammensetzung der Diät nach St. Hildegard

Diese Diät wird auch als „Dinkeldiät” bezeichnet. Diese Bezeichnung ist nicht einfach so entstanden: Die Grundlage dieser Diät ist Dinkel, dem eine Reihe von wertvollen Eigenschaften zugeschrieben wird, denn sie verbessern die Arbeit des gesamten Verdauungssystems und stärkt die Immunität und unterstützt den Prozess die Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen. Neben Dinkel erwähnt St. Hildegard auch essbare Kastanien, sowie Fenchel als Grundlage für ihre erfundene Diät. Sie weist allen drei Produkten den höchsten Nährwert zu.

Daher sollten die täglichen Mahlzeiten reich an Dinkelprodukten sein, d. h.: in Nudeln, Grütze, Brot, Müsli, Cornflakes, Kleie. Darüber hinaus gibt es derzeit eine Reihe von Dinkelprodukten auf dem Markt, darunter: Sirup, Kaffee, Kekse und sogar Bier. Dinkel kann Bestandteil von Suppen, Schnitzeln, Salaten und Pasteten sein.

Knoblauch, Zwiebel (nur gekocht), Petersilie, Bohnen, Karotten, rote Beete sowie Birnen, Äpfel, Johannisbeeren, Quitten, Kirschen, Brombeeren – nehmen auch einen bedeutenden Platz in dieser Diät ein. Daher werden Früchte und Gemüse vorzugsweise einer Wärmebehandlung  unterzogen. Wenn es um Milchprodukte und Fleisch geht, so sind diese erlaubt, aber nur in kleinen Mengen. 

Eine besondere Rolle in der Diät der Heiligen Hildegard spielen auch Kräuter und dies aus zwei Gründen – Geschmack und Verdauung. Die Grundlagen für diese Diät sind: Bertram, Galgant, Fenchelsamen. Bertram ist ein Gewürz, dass die Verdauung und Aufnahme von Inhaltsstoffen in den Körper unterstützt. Es stärkt und verhindert gleichzeitig Mangelerscheinungen. Galgant hingegen wird Personen empfohlen, die Probleme mit dem Kreislauf haben, weil es die Erweiterung der Blutgefäße um das Herz und folglich eine bessere Sauerstoffversorgung bewirkt. Außerdem senkt es den Blutdruck.

Kräutertees, Dinkelkaffee und Dinkelbier wurden von der Heiligen Hildegard besonders empfohlen. Genauso wie trockener Traubenwein, jedoch ist es besser wenn man ihn verdünnt.  

Das Prinzip der Dinkel-Diät

Die diätischen Bestandteile sind ein wichtiger Aspekt, nicht weniger wichtig sind die Regeln, die bei der Diät der Heiligen Hildegard wichtig sind, eine gesunde Ernährungsweise ist mit bestimmten Verhaltensweisen gleichzusetzen, es geht unter anderem um:

  • Eine nette und ruhige Atmosphäre beim Essen;
  • Ein langsames und gründliches Kauen der Lebensmittel;
  • So spät wie möglich frühstücken, schon fast Mittags (jedoch betrifft dies nur gesunde Menschen);
  • Die Zubereitung eines warmen Frühstücks auf der Basis von Obst und Dinkel;
  • Nicht direkt vorm Schlafengehen essen;
  • Entsprechend zu den Mahlzeiten trinken;
  • Speisen würzen (Geschmacks- und Stoffwechselvorteile);
  • Kulinarische Verarbeitung von Produkten, d.h. Kochen, Schmoren, Blanchieren, eventuell Braten und Backen.

Für wen eignet sich diese Diät?

Für krebskranke Menschen: der hohe Gehalt an Thiocyanat in Dinkel verhindert die Bildung von Krebszellen (früher hatten die Tumore noch keinem Namen, aber sie existierten bereits).

Für Menschen die mit Verdauungsproblemen zu kämpfen haben: Die Ballaststoffe im Dinkel sorgen für die Darmmotilität, verbessern den Stoffwechsel und senken den Cholesterinspiegel.

Für Menschen mit Herzproblemen: Dinkel enthält ungesättigte Fettsäuren aus der Gruppe Omega 3, welche die Funktion des Herzen unterstützen. Besonders empfehlenswert für Menschen nach einem Herzinfarkt.

Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem: Rhodanide, welche sich in den Samen befinden, bieten ein natürliches Antibiotikum, das Gesundheit und Stärke liefert. Außerdem stärken B-Vitamine, Kalium und Magnesium das Nervensystem. 

Für Schwangere: Diese Diät verursacht kein Übergewicht und garantiert dank der Vitamine und Mineralstoffe eine gesunde fetale Entwicklung.

Für diejenigen, die über Haarausfall oder brüchige Nägel klagen: Der Reichtum an Kieselsäure in dieser Diät verbessert das Aussehen der Haut, Haare und Nägel.

Die Diät von St. Hildegard hat in der modernen Welt sowohl ihre Anhänger als auch Gegner. Die Einfachheit und Mäßigkeit dieser Diät verdienen Lob, aber der Lauf der Zeit (über tausend Jahre) sorgt dafür, dass viele Regeln schwer mit der heutige Zeit zu vereinbaren sind. 

 

Ähnliche Artikel

Die Pflege von blinden Menschen

Die Sehkraft gehört zu den Sinnen eines Menschen. Eine Dysfunktion in diesem Bereich stellt viele Schwierigkeiten für eine blinde Person dar. Dank der technologischen und medizinischen Fortschritte versucht man diese Probleme zu mildern.

Mehr lesen

Pflegegrad 1,2,3,4,5 - von der Pflegestufe zum Pflegegrad

Zum 01.01.2017 werden die bisher fungierenden Pflegestufen durch die fünf neuen Pflegegrade ersetzt.

Mehr lesen