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Mehrgenerationenhaus tolle Alternative im Alter

Mehrgenerationenhäuser sind in erster Linie ein Wohnort aber auch Treffpunkt zwischen den Generationen, und ein wichtiger sozialer Aspekt im Leben.

Mehrgenerationenhäuser bieten Platz für ein aktives Leben, um gemeinsam Zeit zu verbringen und eine Gemeinschaft zu bilden, die sich gegenseitig unterstützt. Der Grundsatz für ein Mehrgenerationenhaus ist das gegenseitige Verständnis „beider Seiten” für die Belange der jungen als auch der älteren Generation. Das Zusammenleben in diesem einem Haus ist ein System „der gegenseitigen Hilfe“: die jungen Menschen helfen den Älteren bei alltäglichen Aufgaben und die Älteren helfen den Jüngeren mentale Konflikte zu lösen.


Wir gehen davon aus, dass Mehrgenerationenhäuser Standard sind, in vielen Ländern des Nahen Ostens ist dies auch der Fall. Wobei gibt es denn Unterschiede zu einem normalen Zusammenleben mehrerer Generationen, die miteinander verwandt sind?


Beispielsweise kann in einem modernen Mehrgenerationenhaus jedes Familienmitglied einen separaten Bereich mit eigenem Eingang, eigener Küche und eigenem Bad besitzen. Gemeinschaftsräume, die von allen benutzt werden können und der Integration dienen, wie Garten, gemeinsamens Wohnzimmer, eine große Küche, ein Fernsehzimmer. Wichtig dabei ist, dass die Räume sowohl an die junge wie auch ältere Generation angepasst sind.


Eine weitere Variante eines Mehrgenerationenhauses ist die sogenannte „Gemeinschaftswohnung”, also ein Ort an dem sich Senioren und jüngere Personen zu offenen Sitzungen treffen. Ein Mehrgenerationenhaus ist kein gewöhnliches Konzept, wie wir es uns vorstellen. Wenn wir diesen Begriff hören, denken wir wahrscheinlich an mehrere Generationen unter einem Dach, jedoch haben wir es in diesem Fall mit einem Ort zu tun, an welchem sich Menschen unterschiedlichen Alters treffen, an dem die älteren Personen sich erholen können und die jüngeren etwas lernen können. Jeder wohnt im Alltag in seinem Haus/Wohnung und die einzelnen Generationen treffen sich zu bestimmten Stunden oder an bestimmten Tagen an einem bestimmten Ort, um gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen. Oft werden solche Treffen von jungen Freiwilligen organisiert, die nicht mit den älteren Menschen verwandt sind, mit denen sie die Zeit verbringen und denen ihr Schicksal und Wohlbefinden nicht egal ist.


Mehrgenerationenhäuser haben den Zweck, damit sich die unterschiedlichen Generationen zusammen wohlfühlen können, es wird gemeinsam die Freizeit verbracht, man unterhält sich, trinkt Kaffee und ruht sich aus. Oft werden auch Mottotreffen, also Treffen, die ein bestimmtes Thema zugrunde liegen haben, abgehalten.


Was ist in diesen beiden Fällen bei einem „Mehrgenerationenhaus” wichtig?
Ältere Menschen möchten sich sicher fühlen, daran muss man die Betreuung, die Unterstützung und die Örtlichkeit anpassen. Thematische Sitzungen sollten auf alle Generationen zugeschnitten sein, die Themen sollten angepasst werden. Senioren brauchen mehr Pausen, die junge Generation möchte mehr Action – hier gilt es einen Mittelweg zu finden, der allen gerecht wird. Zuviele Vorgaben, oder starrer Rahmen der Treffen sollte unterbleiben, da diese vorwiegend der Erholung dienen sollen. Hier sollte man sehr viel Flexibilität zeigen.


Die Planung und Realisierung eines Mehrgenerationenhauses sollte sehr sorgfältig erfolgen, denn es sind sehr viele Kompromisse der Generationen nötig. Der Hauptvorteil liegt sicher darin, dass alle Generationen ihre Unabhängigkeit wahren können, Treffen und auch die gemeinsame Zeit selbst bestimmen können. Somit entsteht ein Gleichgewicht in der Gemeinschaft.


Die jüngeren Personen können ihr eigenes Leben führen, ihre Lebensziele und Träume verfolgen. Die Senioren hingegen fühlen sich für ihr Leben verantwortlich, wodurch ihr Selbstwertgefühl und die Psyche gestärkt wird  und die Unabhängigkeit bewahrt bleibt.
Jüngere Generationen lernen offen und anderen Menschen behilflich zu sein, unabhängig von den Herausforderungen, vor welchen sie die älteren Personen stellen. Solche Treffen oder ein solches Zusammenleben ist für beide Generationen eine Lektion fürs Leben, deswegen sollte man aus ihr die entsprechenden Schlussfolgerungen ziehen.  

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