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Eine Gesellschaftsperson für den Senior

Das schlimmste, was einem im Leben passieren kann ist die Einsamkeit. Sie ist die Ursache für Depressionen, insbesondere bei älteren Menschen.

Manchmal stellt sich heraus, dass es nicht um eine Verschlechterung der Gesundheit oder eingeschränkte Mobilität geht. Es geht vor allem darum, dass die ältere Person niemandem zum reden hat, sich an niemanden wenden kann und niemanden hat, mit dem er spazieren gehen kann. Und deshalb ist eine Gesellschaftsperson für den Senior immer beliebter. Dies ist in Deutschland eine sehr beliebte Stelle, da im Jahre 2015 bereits 1/3 der Bevölkerung über 60 Jahre alt war. Womit kann sich eine solche Gesellschaftsperson befassen? Welche Ausbildung muss er/sie besitzen?

 

Eine Person zur Gesellschaft, die Unterstützung leistet

Eine Person, die als Gesellschaftsperson arbeitet, kann täglich für mehrere Stunden eingestellt sein – dies kann individuell festgelegt werden. Es ist eine Art Vertretung für eine Pflegerin oder der ambulanten Pflege. Jedoch muss man gleich betonen, dass die Aufgabe der Gesellschaftsperson vor allem die Aktivierung des Seniors ist und dass man ihm/ihr Gesellschaft leistet. Für alle anderen Aufgaben sind Spezialisten in Vollzeit eingestellt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass solch ein Assistent keine Ausbildung besitzen muss. Je nachdem ob die Person die Rolle eines Aktivators und Begleiters spielen möchte oder eher an geriatrischen Patienten interessiert ist, muss solch eine Person entsprechende Kurse absolvieren. Im Falle der Aktivierung und Gesellschaftsleistung eines Seniors, ist es in der deutschen Rechtswissenschaft notwendig, einen viermonatigen Kurs zu absolvieren. Dieser umfasst 160 Theoriestunden und ein zweimonatiges Praktikum. Wenn Sie sich jedoch eher auf die geriatrische Pflege konzentrieren möchten, benötigen Sie eine einjährige Schulung in einer Schule für Krankenpflegerinnen. Wichtig ist auch ein spezielles Training für Menschen, die als Gesellschaftsperson von Menschen mit Demenz arbeiten möchten. Es ist verständlich, dass solch eine Person eine etwas andere Herangehensweise benötigt, was die Kandidaten während der Schulung erfahren.

 

Vor allem Aktivierung

Die eingestellte Person hat die Aufgabe, den Senior zu aktivieren. Deswegen sollte diese Person vor dem Arbeitsbeginn alles über den Senior erfahren. Was er mag, was er/sie nicht mag, in welcher Form er sich befindet – all diese Informationen ermöglichen es ein Aufgabenprofil zu erstellen, mit dem sie sicherlich den Geschmack des Seniors treffen. Der Aufgabenbereich einer Gesellschaftsperson ist sehr groß. Die Begleitperson kann mit dem Senioren spazieren gehen, Einkäufe machen, Ausflüge unternehmen – jedoch nur, wenn der gesundheitliche Zustand des Seniors dies zulässt. Sie werden in den grundlegenden Bereichen wie dem Handwerk, Gartenarbeit, Basteln und Malen geschult. Auch der Charakter eines Kandidaten für diese Position ist sehr wichtig.

 

Wie sollte eine perfekte Gesellschaftsperson aussehen?

Es ist bekannt, dass ältere Menschen oftmals verschiedene Launen haben. Manchmal ist dies auf einen schlechteren Tag zurückzuführen oder manchmal liegt es ganz einfach am Charakter. Da die Gesellschaftsperson die Aufgabe hat, dem Senior eine schöne Zeit zuzusichern, sollte es sich um eine fröhliche und heitere Person handeln. Eine angemessene Dosis an Empathie ist erforderlich, da ältere Menschen manchmal nur jemanden zum Sprechen brauchen. Solch eine Gesellschaftsperson muss aber auch in der Lage sein, die Konversation in die richtige Richtung zu lenken und dem Senior zeigen, dass noch viele interessante Dinge vor ihm liegen. Solch eine Fähigkeit ermöglicht es, den Senior für eine neue Form der Aktivierung zu gewinnen. Man sollte dabei nur beachten, ob sich der Senior für solch eine Bewegungsform eignet und ob er überhaupt daran interessiert ist. Man sollte nichts mit Gewalt tun – denn niemand mag es zu etwas gezwungen zu werden.

 

Eine Gesellschaftsperson, also lass uns zusammen gehen

Am häufigsten verbindet man mit einer Begleitperson eines Seniors jemanden, der gemeinsam mit dem Senior spazieren geht. Jedoch stellt sich heraus, dass dies nicht alles ist, was ältere Menschen benötigen. Oftmals fällt in den Aufgabenbereich auch gemeinsame Arztbesuche, zur Apotheke oder auf den Friedhof, wo die pflegebedürftige Person Gräber ihrer Lieben reinigen möchte oder ganz einfach eine Weile mit Ihnen verbringen möchte. Es kann sich auch herausstellen, dass der Senior einen ganz anderen Geschmack hat – vielleicht möchte er/sie tanzen gehen, bisher jedoch keinen Partner dazu hatte. 

 

Eine bezahlte Gesellschaftsperson

Im deutschen Gesundheitssystem kann jeder, der die Pflichtversicherung einer Langzeitpflege zahlt, auf finanzielle Leistungen für die Pflege zählen. Im Falle einer Begleitperson für einen älteren Menschen handelt es sich um eine Zusatzleistung, wenn dem Senior jedoch eine Pflegestufe zugeteilt wurde, so steht nichts im Wege, dass ihm/ihr monatlich 125 Euro für solche Dienstleistungen zugesichert wird. Es besteht sogar die Möglichkeit eine Rechnung für die „Vertretungspflege“ auszustellen – wenn die tägliche Begleitperson in den Urlaub geht.

Wenn Sie nach einer solchen Option in Form einer Gesellschaftsperson für den Senior suchen, sollten Sie immer bedenken, dass es sich nicht um eine vollberechtigte Pflegerin handelt, da sie keinen Kurs abgeschlossen hat, der mit einer Prüfung endet sondern nur einen Kurs. Deswegen dürfen Sie von der Begleitperson nicht verlangen, dass sie irgendwelche pflegerischen Aufgaben oder medizinischen Tätigkeiten übernimmt, da sie dazu nicht berechtigt ist. Dafür können Sie sicher sein, dass der Großvater oder die Großmutter oder eine andere ältere Person in der Familie eine tolle Zeit mit jemandem verbringt.

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