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Barrierefreies Wohnen im Alter

Das Alter ist die Zeit im Leben eines Menschen, in der einerseits die körperlichen Fähigkeiten immer schwächer werden, darunter vor allem die Leistungsfähigkeit und Funktionsfähigkeit des Organismus und andererseits für dieses Alter typische psychische Krankheiten auftreten können, wie z. B. die Krankheit Alzheimer.

Dies alles begünstigt die Folgen von Verletzungen, sowie dem unbewussten Handeln, das eine potentielle Gefahr darstellt. Um das Risiko zu minimalisieren, sollte das Haus, in dem der Senior wohnt, so eingerichtet werden, dass solche Gefahren vorausgesehen werden.

Vor allem sollte man dafür sorgen, dass jeder Raum ausreichend viel Platz aufweist, damit sich der Senior problemlos darin bewegen kann, vor allem wenn die betroffenen Person einen Rollstuhl besitzt. Dies ist einerseits umständlich, vor allem wenn man die Wohnung anders einrichten muss, jedoch ist es nötig, damit der Senior weitestgehend selbstständig funktionieren kann. Dafür müssen vom Boden sämtliche Teppiche, die in diesem Alter besonders zum Fall führen könnten, entfernt werden. Es wäre auch gut, wenn man alle unstabilen Möbelstücke und andere Dekorationsgegenstände, die man oft auf dem Boden stellt, entsorgt. Scharfe Kanten und Ecken, vor allem bei Möbeln oder abstehende Griffen sollten abgesichert werden – um den Senior nicht zusätzlicher Gefahr auszuliefern. In solchen Fällen bieten sich Abdeckkappen aus Gummi an, die man auch bei kleinen Kindern verwendet.

Im Badezimmer und auf der Toilette, wo man sehr leicht ausrutschen kann, bietet es sich an spezielle Anti-Rutschmatten nicht nur auf dem Fußboden, sondern auch in der Badewanne und der Dusche auszulegen. Wenn nötig, sollte man auch in Sanitärräumen Griffe an den Wänden montieren, die es einem erleichtern auf die Toilette, in die Badewanne oder unter die Dusche zu gehen. Man kann auch die Montage von speziell für ältere und behinderte Menschen angepasste sanitäre Einrichtungen in Erwägung ziehen – wie z. B. Badewannen oder Duschkabinen, von denen es eine große Auswahl auf dem Markt gibt. Dies ist sicherlich keine billige Investition, allerdings verbessert sie den Lebenskomfort und die Sicherheit des Seniors erheblich und uns wird die Pflege leichter fallen. Um bei den physiologisch-hygienischen Dingen behilflich zu sein, kann man eine spezielle sanitäre Gehhilfe montieren und wenn wir uns für keine teuren Lösungen entscheiden in der Duschkabine einen Badestuhl montieren.

Elektro- und Gashaushaltsgeräte sollte soweit abgesichert werden, dass bei unvorsichtigem Gebrauch, vor allem in solchen Situationen, in denen die pflegebedürftige Person an einer psychischen Krankheit im fortgeschrittenem Alter leidet, keine Gefahr entsteht. Aus diesem Anlass sollte der Gasherd in einen flammlosen Herd ausgetauscht werden und in der Küche ein Sensor installiert werden, der die Gaszufuhr abschaltet. Ähnliche Sensoren kann man auch in anderen Räumen montieren, in denen Gefahr droht.

Es ist sehr wichtig, dass eine demenzkranke oder an Alzheimer erkrankte Person nicht selber und ohne Kontrolle das Haus verlassen kann oder in den Heizungsraum, auf den Dachboden oder nicht abgesicherten Balkon treten kann. Alle Türen sollten vor solchen Fällen gut abgesichert sein. In solchen Situationen sollten Sie wirklich keine Angst haben, dass sie die persönliche Freiheit der pflegebedürftigen Person verletzten, was darüber hinaus gegen das Gesetz ist, da dies völlig gerechtfertigt und notwendig ist, um der Person Sicherheit zu geben und die Person nicht zu gefährden.

Wenn der Senior Probleme mit den Augen hat, sollten alle Medikamente und Pharmazeutika, die unkontrolliert zu sich genommen werden könnten, sei es ausversehen, aus der Sichtweite des Seniors genommen werden, da es eine potentielle Gefahr für seine Gesundheit und sein Leben bildet. Ähnlich sollte man bei Chemikalien und anderen gefährlich ätzenden Mitteln vorgehen – diese sollten sorgfältig gekennzeichnet sein und an einem sicheren Ort versteckt werden.  

Achten Sie unbedingt drauf, dass der Senior ständigen Zugriff zu einem Telefon hat - damit er/sie in Notfällen die richtige Person kontaktieren kann, vor allem wenn der Senior alleine zu Hause bleibt. Man sollte berücksichtigen, dass das Gerät einfach zu bedienen ist und einen großen, lesbaren Bildschirm hat. Zudem kann man an der Wand ein Brett mit allen wichtigen Telefonnummern – von den Familienmitgliedern, dem Notarzt oder der Feuerwehr aufhängen.

Das Haus ist auch der Ort des Seniors, in dem sich sein Lieblingssessel, Erinnerungen und andere wichtige Gegenstände befinden. Man sollte dafür sorgen, dass dieser Ort so eigerichtet ist, dass sich der Senior darin wohlfühlt und wenn nötig sich dort beruhigen kann und in ungestörter Ruhe effektiv schlafen kann. Man sollte für ein bequemes, für die Wirbelsäule gesunde Materatze oder – wenn dies notwendig ist – ein spezielles Bett sorgen.  

Wenn wir einen großen Balkon oder Terrasse zur Verfügung haben, kann man überlegen, wie man diese/n problemlos nutzen könnte. Dafür könnte man die Türschwelle niedriger setzen oder eine spezielle Auffahrt konstruieren. Man kann auch eine freundliche Beleuchtung montieren, für ein angenehmes Klima sorgen, Pflanzen aufstellen und einen Sonnenschutz anbringen. Lassen Sie diesen Ort ein Ersatz für den Garten sein, der für Entspannung sorgt, vor allem wenn man nicht viel Zeit für Spaziergänge hat.  

Wenn wir in einem Einfamilienhaus wohnen, sorgen Sie dafür, dass es eine Auffahrt für einen Rollstuhl gibt, wenn dies nicht nötig ist, da sich der Senior selbstständig fortbewegt, sollten die Treppen sicher sein und der Zugang ins Haus durch ein Gelände erleichtert werden.  Wenn man in einem Mehrfamilienhaus lebt, sollte man sich an den Vermieter wenden, dessen Pflicht es ist den Mietern eine Lebensqualität zu sichern und somit entsprechende Einrichtungen zu montieren.

Jedes Haus ist anders und einzigartig in seiner Art, jedoch sollte es ein besonderer Ort für jeden Bewohner sein, deswegen sollte man dafür sorgen, dass sich jeder in ihm sicher und wohl fühlt. So, wie wir für ein sicheres Zuhause für unsere Kinder und Jugendliche sorgen, so sicher sollte das Haus auch für einen Senior sein. Denken wir daran, dass die Verantwortung eines sicheren Zuhauses auf den Schultern des Pflegers lastet, der die Nöte und Erwartungen im größten Maße beruhigen kann.

 

 

 

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