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Ein liegender Patient

Die Arbeit als Pflegerin von älteren Menschen ist eine echte Herausforderung. Es kommt oft vor, dass der Senior, um den wir uns kümmern sollen, schwer krank und bettlägerig ist, wodurch sich der Aufgabenbereich erheblich erweitert.

Nicht nur das, ein solcher Senior kann auch unerträglich sein, da es auf seine Machtlosigkeit in der jeweiligen Situation zurückzuführen ist. Sie können jedoch immer resignieren, da die Familie, die die Pflegerin beschäftigt dazu verpflichtet ist, vollständige Informationen über die Gesundheit des Seniors mitzuteilen. Es ist also unmöglich, dass die Pflegerin erst bei ihre Ankunft erfährt, dass es sich um einen bettlägerigen Senior handelt. Wenn die Pflegerin jedoch eine solche Aufgabe auf sich nimmt, sollte sie wissen, worauf man bei der Pflege einer bettlägerigen Person achten sollte.

 

Wieso ist der Patient bettlägerig?

Manchmal trickst uns die menschliche Psyche aus, die zu merkwürdigen Verhaltensweisen führen können. Es gibt Situationen, in denen ältere Menschen in eine Art Depression verfallen, wodurch sie keine Kraft und Lust haben aus dem Bett aufzustehen. Solche Situation dürfen nicht unterschätzt werden, denn trotz der körperlichen Fitness ist klar, dass die pflegebedürftige Person psychisch angeknackst ist. Depressionen sind eine Gefahr für jede Altersklasse, was sogar zum Tode führen kann – vor allem bei Senioren, die oftmals noch von zusätzlichen Beschwerden begleitet werden. Die häufigsten Ursachen für Bettlägerigkeit sind jedoch Krankheiten oder Unfälle. Ein Trauma kann zu ernsthaften körperlichen Einschränkungen führen, wobei auch an die Psyche gedacht werden sollte. Wenn der Senior während einer Bewegung eine Verletzung erlitten hat, darf man sich nicht wundern, dass der Senior Angst hat die kleinste Bewegung zu machen und somit lieber im Bett liegen bleibt. Auch ein langer Krankenhausaufenthalt kann zu solch einer Situation beitragen – mangelnde Bewegung über viele Wochen oder Monate schwächt effektiv die Muskulatur, wodurch die ältere Person keine Kraft hat aus dem Bett zu steigen. So sieht der Prozess der Verwandlung eines Patienten in eine bettlägerige Person aus – es fängt mit einer leichten Verletzung an, dann geht es über in einen Rollator, der bei der Fortbewegung unterstützt, immer mehr Probleme mit der Beweglichkeit und letztendlich verbringt der Senior die meiste Zeit im Bett.

 

Wie man einen Senior mobilisiert

In erster Linie darf man den Senior zu nichts zwingen. Wenn es sich um eine mentale Barriere handelt, lohnt es sich, einen Spezialisten um Hilfe zu bitten, der zeigt, wie man mit einer Person spricht, welche Aspekte man während des Gesprächs ansprechen sollte, um die erwartete Reaktion auszulösen. Mit Sicherheit muss die Pflegerin einer bettlägerigen Person viel Geduld haben. Der Senior kann unhöflich, reizbar und sogar bösartig sein. Wenn einen die Situation überwältigt, sollte man dies der Familie oder dem Betreuer der Agentur melden. Man sollte jedoch versuchen die Person zu verstehen und alles versuchen was in unserer Macht steht, um den Zustand zu verbessern. Eine 24-Stunden-Pflegerin aus Polen besitzt keine formellen Schulungen, so dass sie sich nicht mit der Rehabilitation im vollen Sinne des Wortes befassen kann. Sie kann jedoch Bewegungsversuche des Seniors unterstützen und ihm die Zeit angenehm gestalten. Ihre Aufgabe ist auch die richtige Pflege, was bei bettlägerigen Patienten besonders wichtig ist. Nicht seit heute ist bekannt, dass es bei Patienten, die im Bett liegen, zu Dekubitus kommen kann und die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass sie verschiedene Krankheiten entwickeln. Aus diesem Grund ist die Anti-Dekubitus-Prophylaxe sehr wichtig – das bedeutet, dass man den Patienten richtig auf der Materatze platziert – am besten die gesamte Körperoberfläche und eine regelmäßiger Positionswechsel. Wenn es um Übungen geht, so bieten sich vor allem die an, die den Kreislauf des Patienten verbessern. Es kann ein einfaches Reiben der Finger sein – dies kann sogar die Pflegerin selbst tun. Wenn es allerdings um verschiedene Streckungen und Dehnungen der Gelenke geht, so sollten die von der Krankenschwester oder dem Physiotherapeuten ausgeführt werden, die zum bettlägerigen Patienten im Rahmen der Zusatzkrankenversicherung, die in Deutschland alle zu zahlen haben, kommen.

 

Trotzdem Aktivierung

Auch wenn der Senior momentan nicht in der Lage ist, sich selbst zu bewegen, bedeute das nicht, dass die Pflegerin nicht versuchen kann den Senior zu aktivieren. Schließlich sind sein Kopf und dessen Hände fit, sodass man ihm verschiedene Spiele und Silbenrätsel anbieten kann. Alle manuellen Tätigkeiten, die ein Senior im Liegen ausführen kann, verbessern seine Mobilität und unterstützen ihn in seiner Überzeugung, dass er trotz des fortgeschrittenen Alters viel tun kann. Mit allen mentalen Gedächtnisspielen, Kreuzworträtseln oder Rätseln kann der Senior sein Gedächtnis und seine Konzentration trainieren, was auch bei älteren Menschen sehr wichtig ist.

 

Wählen Sie das richtige Bett aus

Tatsächlich sollte sich die Familie des Seniors um die Einrichtung im Schlafzimmer kümmern, jedoch kann die erfahrene Pflegerin mit Rat beiseite stehen und die Familie davon überzeugen, dass es sich lohnt in eine geeignete Anti-Dekubitus-Matratze zu investieren, da der Patient bettlägerig ist. Es ist ebenso wichtig eine gute Baumwollbettwäsche zu wählen, die eine entsprechende Temperatur hält. Um den Arbeitskomfort der Pflegerin zu verbessern, werden spezielle Kissen, Rollen benötigt, um die Positionierung des Körpers zu erleichtern, sowie eine richtige Positionierung des Betts im Schlafzimmer. Es mag offensichtlich sein, wenn es jedoch zu einem Unglück kommt und sich der Zustand des Patienten, infolge eines Unfalls oder eines Schlaganfalls, verschlechtert, kann sich herausstellen, dass man zuvor nicht an diese Feinheiten gedacht hat. Allerdings sollte man dies tun, da es die Zusammenarbeit zwischen der Pflegerin und dem Senior um einiges erleichtert.

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