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Wie kleidet man einen Senior richtig?

Das Anziehen – für viele von uns ist dies kein Problem; für ältere, kranke Personen jedoch – ist es manchmal eine Herausforderung. Eine beschädigte Wirbelsäule, schwache Hände und Handflächen, die nicht mehr mit den einfachsten Tätigkeiten zurechtkommen.

Das Binden von Schnürsenkeln, Knöpfe zumachen, Strumpfhosen oder Socken anziehen grenzen an das Unmögliche. Wie geht man am besten damit um? Es gibt Methoden und Geräte, die vieles vereinfachen können. Jedoch ist dies nicht alles…Auch die Anpassung der richtigen Bekleidung ist wichtig.  

In der Herbst-Winter-Saison ist der Organismus einer älteren Personen besonders dem Einfluss schädlicher, äußeren Faktoren ausgesetzt. Temperaturschwankungen fördern die Entwicklung von Viren und sind besonders von den Senioren spürbar. Bei der Auswahl der Bekleidung ist das Gleichgewicht wichtig – der Körper darf nicht unterkühlt oder überhitzt werden. Es wird empfohlen, dass man mehrere Schicht übereinander zieht, sodass man wenn nötig schnell eine Schicht ausziehen kann und man so den Körper nicht überhitzt. Sowohl das Überhitzen, wie auch das Durchnässen erhöhen das Risiko für eine Infektion.

Was sollte man im Kleiderschrank einer pflegebedürftigen Person finden?

Röcke, Hosen mit Gummibändern, Blusen ohne Knopfe und Reißverschluss, Baumwollpullover, flache Slip-on-Schuhe ohne Schnürsenkel – all dies vereinfacht die Aufgabe enorm. Die Zusammensetzung der Kleidung ist ebenfalls wichtig. Naturfasern sind freundlich im Kontakt mit der Haut, zudem sind sie leicht zu waschen und müssen nicht gebügelt werden. Die Kleidung sollte locker sitzen und die Bewegungen des Patienten nicht einschränken.

Wenn Sie einen Spaziergang zur kalten Jahreszeit machen, dürfen Sie eine Mütze, einen Schal und Handschuhe nicht vergessen. Es wäre gut, wenn der Mantel oder die Jacke etwas länger sind.

Eine Person, die nicht mehr imstande ist sich allein zu bewegen, muss man anders ankleiden. Am besten bieten sich Baumwoll-T-Shirts mit langen Ärmeln, ohne Knöpfe und Reisverschluss an. Bei solchen pflegebedürftigen Menschen verwendet man Windeln oder eine Wachstuch mit einer Windel. Es sollte auch sichergestellt werden, dass die Füße des Seniors nicht kalt sind, in diesem Fall erweisen sich am besten Baumwollsocken.

Wie kleide ich die pflegebedürftige Person am Tag?

Es kommt drauf an. Wenn sich die pflegebedürftige Person im ständigen Kontakt mit uns befindet und sich beim Ankleiden nicht unwohl fühlt, dann sollte man ihn nicht den ganzen Tag im Schlafanzug lassen. Dies wird sich sicherlich positiv auf sein Wohlbefinden auswirken und ihm Energie geben. Obwohl es einige Probleme verursachen kann, lohnt es sich für eine Normalität des Alltags zu sorgen. Andernfalls – wenn der Senior die Unannehmlichkeit in Verbindung mit dem Kleidungswechsel und Positionswechsel verspürt – sollte man dies so selten wie möglich tun mit Ausnahme von Situationen, in denen es notwendig ist im Hinblick auf den Komfort und die Hygiene. Wenn der Senior die meiste Zeit im Bett verbringt, kann man einen Kompromiss eingehen. Ein Trainingsanzug, leichte Blusen, Leggings bieten sich in diesem Fall an. Nur alleine dafür um den Tag von der Nacht zu unterscheiden.

Der Markt ist nicht untätig

Das Angebot an Fachgeschäften ist reich an Instrumenten, die sowohl die Pflegerin wie auch den Patienten beim Ankleiden unterstützen. Zu den grundlegenden Instrumenten gehören:

  • Eine Ankleidehilfe, die zwei Funktionen miteinander verbindet: Ein Kleidergreifer und ein Schuhlöffel, mit dessen Unterstützung kann der Senior eine Bluse und Schuhe anziehen;
  • Ein Gerät zum Ausziehen der Schuhe – erleichtert das Entfernen von Schuhen ohne dabei die Hände zu benutzen, es bietet sich für Personen an, die Probleme mit dem Beugen haben;
  • Ein Gerät zum Anziehen von Socken – es ermöglicht das selbstständige Anziehen von Socken und Strumpfhosen, es wird Personen mit Rückenschmerzen, Knie- oder Hüftproblemen empfohlen;
  • Eine Häkelnadel zum Verschließen von Knöpfen – es hilft beim Zumachen von Knöpfen und beim Verschließen eines Reisverschlusses, speziell für Menschen mit schmerzenden Händen und Fingern;
  • Eine Vorrichtung für das Anziehen eines BHs – es ist für Damen vorgesehen, die Probleme beim Verschließen des BHs haben;
  • Ein Schuhlöffel mit Haken – er hilft beim An- und Ausziehen der Schuhe und unterstützt Senioren, die Probleme haben sich zu beugen.

Das Ankleiden ist in manchen Situationen sehr schwierig, jedoch muss dies nicht immer so sein. Eine angemessene Auswahl an Kleidung und Bekleidungszubehör stellen eine mögliche Lösung dar.

 

 

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