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Grüner Star

Grüner Star anders auch Glaukom ist neben dem grauen Star, Makuladegeneration oder Netzhautablösung eine der häufigsten Augenerkrankungen.

Es ist sehr gefährlich. Aber warum? Es gibt zwei Gründe. Erstens: unbehandelt führt es zur Erblindung; Zweitens: es entwickelt sich lange asymptomatisch. Obwohl in der Risikogruppe vor allem Menschen über 40 sind, ist das Alter nicht der einzige Grund für das Auftreten und die Entwicklung dieser Krankheit.

Im Falle des grünen Stars handelt es sich um eine Beschädigung des Sehnervs, was bedeutet, dass wenn beim Patienten Glaukom diagnostiziert wird, die Behandlung hauptsächlich darauf basiert, die Symptome der Krankheit zu stoppen oder zu verlangsamen. Wenn ein Nerv einmal beschädigt ist, hat dieser nicht mehr die Fähigkeit sich zu regenerieren.

Grüner Star hat nicht nur einen Namen

Es gibt fünf grundlegende Arten von Glaukom nach den Kriterien der Offenheit/ Schließung sowie der primären/sekundären Natur:

  • Primäres Glaukom mit offenem Winkel – die Konstruktion des Augapfels führt dazu, dass der Kammerwassertonus, der die Hornhaut und die Linse ernährt und die Stoffwechselprodukte im Auge ablässt, nicht richtig fließen kann, folglich erhöht sich der Druck des Kammerwassers und wirkt sich negativ auf den Sehnerv und die Netzhaut aus;
  • Normaldruck-Glaukom – Nervenschäden treten trotz normalem Druck im Auge auf;
  • Primäres Glaukom mit Engwinkel – es ist fast wie das primäre Glaukom des offenen Winkels, der Unterschied ist, dass in diesem Fall der Blutdruck schlagartig zunehmen kann, wenn der Kanal, der das Kammerwasser raus lässt, geschlossen ist (Glaukomanfall);
  • Sekundärglaukom – Glaukom ist eine Folge anderer Augenerkrankungen oder Verletzungen;  
  • Angeborenes Glaukom – es trifft selten auf, betrifft Säuglinge und Kleinkinder es ist ein genetisch bedingtes Glaukom und endet meist mit Sehverlust.

Je nachdem um welche Art von Glaukom es sich handelt wird eine entsprechende Behandlung vorgenommen.

Glaukom oder nicht – wie man es erkennt?

Natürlich wird die Diagnose vom Arzt gestellt, nach einer Untersuchung sollten jedoch folgende Anzeichen nicht unterschätzt werden:

  • Die Wahrnehmung eines Lichtkreises um eine Lichtquelle herum;
  • Die Sehkraft verschlechtert sich;
  • Eine Verengung des Sichtfeldes;
  • Eine Rötung des Auges;
  • Eine verschwommene Iris des Auges;
  • Augenschmerzen;
  • Übelkeit, Erbrechen;

Zeit für eine Behandlung

Die Behandlung von Glaukom ist immer in etwa gleich – man versucht den Druck im Auge zu senken. Dies kann auf drei Arten geschehen: Operation, Laser oder pharmakologisch. Der erste Schritt bei einer Behandlung (für jedes der Verfahren) ist die Bestimmung des Zieldrucks, der für jedes Auge individuell ist. In der Regel beginnt die Behandlung mit einer medikamentösen Therapie, erst wenn diese fehlschlägt oder sich als unzureichend herausstellt, wird mit einer Laser- oder chirurgischen Behandlung begonnen.

Eine medikamentöse Behandlung

Das Ziel einer medikamentösen Therapie ist die Verwendung von Präparaten (normalerweise in Form von Tropfen), die den Augeninnendruck auf ein Niveau senken, das den Sehnerv nicht gefährdet. Prostaglandine werden in der ersten Behandlungsphase verwendet. Medikamente aus dieser Gruppe verursachen häufig eine Sensibilisierung und Reizung der Bindehaut, daher sollten Sie alle Anweisungen des Arztes befolgen. In einer Situation, in der die Medikamente nicht ausreichen, wird ein anderes Medikament hinzugefügt, normalerweise aus der Gruppe der Beta-Blocker. Diese Medikamente sind stärker und beeinflussen das Herz-Kreislauf-System sowie die Lunge und Bronchien. Der Arzt kann ein anderes Arzneimittel hinzufügen, jedoch sollte diese Entscheidung mit zusätzlicher Laser- oder chirurgischer Behandlung kombiniert werden.  

 

Laserbehandlung

Zwei grundlegende Techniken werden bei dieser Behandlung  unterschieden: Iridektomie und Trabekuloplastik. Die erste Methode wird im Falle eines Glaukom mit Engwinkel nach einem Glaukomanfall verwendet. Der Vorgang basiert darauf, eine Öffnung in der Iris zu schaffen, so dass die Flüssigkeit zwischen den Kammern frei fließen kann. Die zweite Methode – Trabekuloplastik – basiert auf der Verbesserung der Kammerwasserabflusses durch den Perkolationswinkel. Diese Form wird verwendet, um ein Glaukom mit offenem Winkel zu behandeln.

 

Chirurgische Behandlung

Der Arzt überweist den Patienten zu einer Operation des Glaukoms, wenn die bisherigen Maßnahmen keinem Erfolg gezeigt haben. Es gibt jedoch Ausnahmen von dieser Regelung, nämlich wenn es sich um ein angeborenes oder fortgeschrittenes Glaukom handelt, in diesem Fall ist der chirurgische Eingriff der erste Schritt bei einem Behandlungsprozess.