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Gedächtnistraining – Beispielübungen

Nicht seit heute ist bekannt, dass sich Übungen positiv auf den Organismus auswirken. Es verbessert unsere Kondition und körperliche Fitness.

Jedoch denken nicht alle daran, dass nicht nur unser Körper eine Dosis an Bewegung benötigt. Wie sich herausstellt, benötigt auch das Gehirn regelmäßige Herausforderungen. Zu welchem Zweck? Um so lange wie möglich in Form zu bleiben.  

 

Wenn das Gehirn faul wird

Die meiste Zeit unseres Lebens arbeiten wir nicht nur körperlich, sondern auch mental. Es ist bekannt, dass Menschen, die diese Art an Arbeit ausführen, einen viel besser ausgebildeten Verstand haben – dass heißt, dass sie sich schneller und mehr behalten können, es ist kein Problem für sie, sich auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren oder sich an bestimmte Daten zu erinnern. Während der Schulzeit arbeitet unser Gehirn die ganze Zeit – wir lernen neue Wörter, schreiben, lesen oder zählen. Nach dem Bildungsprozess folgt das Berufsleben, in dem wir auch gezwungen sind, unsere grauen Zellen anzustrengen – verschiedene Probleme zu lösen, Berechnungen zu machen, all dies sorgt dafür, dass wir unser Gehirn jeden Tag trainieren. Bis endlich die Zeit der Ruhe und der Entspannung eintritt, also das Ende der beruflichen Karriere. Und was dann? Jeder von uns verbindet diese Zeit mit Entspannung. Und leider verfällt unser Gehirn auch manchmal in Lethargie. Wir stellen uns keinen neuen Herausforderungen, wodurch unser Gehirn immer weniger effizient wird. Und so sollte es nicht sein! Schließlich kann der Senior immer noch stolz auf die Unbeständigkeit seines Geistes sein. Man muss nur wissen, wie man sein Gehirn trainieren kann. Und denken Sie daran, dass man diese Art von Übungen auch im jungen Alter durchführen kann. Untersuchungen haben ergeben, dass unser Gehirn im Alter zwischen 16 und 18 Jahren die höchste Effizienz erreicht! Es ist leicht vorstellbar, wie unser Verhalten aussehen würde, wenn wir uns keine intellektuellen Aufgaben stellen würden…

 

Systematik – der erste Schritt

Wenn wir uns für eine mentale Gymnastik entscheiden, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass so wie im Falle von körperlichen Übungen, einmalige Übungen keine Effekte bringen werden. Die Wahrheit ist, dass das Gedächtnis regelmäßige und systematische Übungen benötigt. Andernfalls bringen sie keine positiven Effekte. Und darum geht es doch nicht. Es ist auch wichtig, dass man sich nicht nur auf eine Übung konzentriert, sondern auch andere künstlerische und manuelle Fähigkeiten ausübt. So ein allgemeines Trainingsprogramm wird sicherlich hervorragende Ergebnisse bringen.

 

Wenn das Gedächtnis versagt

Das Alter wird in erster Linie mit Gedächtnisproblemen verbunden. Natürlich erinnern sich Senioren häufig an Ereignissen, die mehrere Jahrzehnte zurückliegen, aber leider vergessen sie die Tätigkeiten, die sie gerade eben ausgeführt haben. Und das wiederum macht sie unbehaglich und nervös. Wenn daher die ersten Probleme mit dem Gedächtnis auftauchen, die nicht durch Demenz oder andere fortschreitende Krankheiten verursacht werden, ist es sinnvoll, einige mentale Übungen in den Tagesablauf einzuführen. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für mentale Übungen:

  • Das Auswendiglernen von Wörtern: Es reicht aus, wenn Sie ein paar Wörter hintereinander aufschreiben. Dann sollen Sie sich die Wörter für ein paar Minuten anschauen und so viele wie möglich behalten. Nach einer Minute decken wir alle Wörter zu und unsere Aufgabe ist es, so viele Wörter zu nennen, an die wir uns erinnern;
  • Ein Spiel, in dem man die Reihenfolge verändert – wir ordnen mehrere Objekte in einer bestimmten Reihenfolge an. Die Aufgabe der zweiten Person wird es sein, diese Reihenfolge zu behalten. Dann binden wir dem Senior die Augen zu und ordnen die Gegenstände in eine andere Reihenfolge. Das Spiel basiert darauf, dass der Senior angeben muss, welcher Gegenstand seinen Platz geändert hat;
  • Ein Spiel, bei dem man die Unterschiede suchen muss – es ist ein bekanntes Spiel. Auf zwei Blatt Papier haben wir zwei identische Bilder. Sind Sie sicher? Und genau das ist die Aufgabe – Sie müssen die die Unterschiede zwischen zwei scheinbar identischen Bildern finden. Es ist eine perfekte Wahrnehmungsübung.

 

Es lohnt sich auch nach bewährten Spielen zu greifen. Nehmen wir zum Beispiel Dominosteine. Nicht jeder ist sich dessen bewusst, dass man so nicht nur das Gedächtnis trainiert, sondern es auch eine gute Möglichkeit ist, manuelle Fähigkeiten zu trainieren – das Heben und Legen von kleinen Elementen eignet sich sehr gut dazu. Im Falle von Puzzel ist die Situation ähnlich – die Beobachtungsfähigkeit ist das Grundmerkmal, das auf diese Weise trainiert wird. Es gibt viele Möglichkeiten – Sie können auch Scrabble oder Stadt, Land, Fluss spielen. Bei letzterem Spiel kann der Senior nicht nur sein Gedächtnis trainieren, sondern auch die große Menge an Wissen nutzen, die er/sie seit so vielen Jahren im Kopf gespeichert hat. Es gibt jedoch eine sehr wichtige Regel, wenn Sie sich für das Gedächtnistraining mit dem Senior entscheiden, ist es notwendig, dass Sie das Niveau der Aufgaben auf die Fähigkeiten der älteren Person anpassen – ist das Spiel zu einfach, wird der Senior sich schnell langweilen und es wird keine Herausforderung für den Senior sein, wenn das Spiel jedoch zu schwer ist, kann es schnell entmutigen.  

 

Wie man sieht, kann man Gedächtnistraining überall ausüben. Solche Aufgaben verbessern nicht nur die psychische Verfassung der älteren Person, sondern auch die Beziehung zwischen ihm und seinen Familienmitgliedern und der Pflegerin. Übungen, die mit Spaß verbunden sind, verbessern sicherlich die Laune des Seniors. Und dadurch wird die Zusammenarbeit noch viel besser.